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[3] Clemenskirche

Beschreibung

Die Clemenskirche in Mayen ist ein historisches Wahrzeichen im Zentrum der Stadt und steht mitten in der Fußgängerzone mit ihrem auffällig gedrehten Turm, der weithin sichtbar ist.

Die Kirche wurde erstmals 1296 urkundlich erwähnt und zwischen etwa 1350 und 1430 als gotische Hallenkirche des Augustinerstifts erbaut — sie gehört damit zu den ältesten gotischen Hallenkirchen am Mittelrhein. Der charakteristische schiefe und spiralförmig wirkende Turm entstand vermutlich durch einen Konstruktionsfehler und brachte der Kirche zahlreiche Sagen ein, einer Legende zufolge habe der Teufel den Turm verdreht.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche 1944 zerstört; der Wiederaufbau begann nach dem Krieg und setzte sich bis in die 1950er Jahre fort, später folgten weitere Restaurierungen. Innen prägen sehenswerte moderne Chorfenster und kunstvolle Ausstattungsstücke den Kirchenraum.

Heute ist St. Clemens nicht nur ein bedeutendes Bauwerk für die Stadtgeschichte, sondern auch ein lebendiger Ort des Glaubens und der Kultur in Mayen.        

 

Bildrechte: Claudia Schick