Der Gestalter Hans Theo Baumann (1924-2016) – am Anfang war das Glas
Die Sonderausstellung stellt eine der prägenden Figuren des deutschen Designs der Nachkriegszeit vor. Denn die Entwürfe von Hans Theo Baumann für die Bereiche Porzellan, Keramik, Möbel, Besteck und Glas sind zeitlose Ikonen führender Firmen. Baumann ist nicht nur ein kreativer und perfektionistischer Entwerfer, sondern hat auch ein großes Gespür für Material und Werkprozesse. Im Fokus der Ausstellung steht die Zusammenarbeit mit dem Architekten Egon Eiermann bei der Gestaltung der Glasfenster für die Matthäuskirche in Pforzheim. Baumann experimentiert dazu mit sogenanntem Dickglas in der Glashütte Lamberts in Waldsassen. Gleichzeitig fertigt er dort verschiedene Glasvasen. Später arbeitet Baumann auch mit Glasmachern am Ofen der Glashütte Süßmuth in Immenhausen zusammen. Hier entstehen Gefäße, mit denen er 1985 auch am Coburger Glaspreis teilnahm. Zeitlebens ist das Material Glas die große Leidenschaft von Hans-Theo Baumann.

