Der Fund eines großen Eimers aus Bronzeblech, der sog. Situla aus Kladina in Ostböhmen, zählt zu den bedeutendsten archäologischen Entdeckungen der vergangenen Jahre in Mitteleuropa. Das rund 60 Zentimeter hohe Gefäß wurde 2017 entdeckt und stammt aus dem 10.–9. Jahrhundert v. Christus.Besondere Aufmerksamkeit gilt den erhaltenen Rückständen im Inneren des Gefäßes. Naturwissenschaftliche Analysen haben ergeben, dass der Kessel einst ein bierähnliches Getränk oder einen Getreidebrei aus Hirse und Kräutern enthielt. Damit liefert der Fund seltene Einblicke in die Ernährungs- und Festkultur der Menschen vor mehr als 3000 Jahren.Solche gemeinschaftlichen Feiern waren häufig mit Bestattungsritualen und religiös-kultischen Handlungen verbunden. Nach Abschluss der Zeremonien wurden wertvolle Gefäße bewusst deponiert und der Erde übergeben. Die Situla von Kladina eröffnet faszinierende Perspektiven auf die sozialen, religiösen und kulturellen Praktiken an der Schwelle von später Bronzezeit zur frühen Eisenzeit. Zugleich bezeugt sie die außergewöhnliche handwerkliche Kunstfertigkeit ihrer Hersteller.Die Ausstellung wurde in Kooperation mit dem Ostböhmischen Museum in Pardubice und der Römisch-Germanischen Kommission des DAI realisiert und findet im Rahmen des Jahres der tschechischen Kultur in den deutschsprachigen Ländern statt, das anlässlich des Ehrengastauftritts Tschechiens auf der Frankfurter Buchmesse 2026 organisiert wird. Termin: Sonntag, 15. November 2026, 14:00 UhrKosten: Eintritt ermäßigt EUR 4,00, Führungsgebühr EUR 5,00/ermäßigt EUR 3,00, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre und die Mitglieder der Freunde des Archäologischen Museums zahlen nur die ermäßigte FührungsgebührTreffpunkt: Foyer des Archäologischen Museums Frankfurt, Karmelitergasse 1 Bild: situla_replica, © Ostböhmisches Museum Pardubice
15. Nov 2026 - 14:00
Karmelitergasse 1
Frankfurt
60311
Deutschland

Aktueller Termin von "Archäologisches Museum Frankfurt"

Die bronzene Schönheit aus Kladina – Das älteste Bieropfer in Mitteleuropa

15. Nov 2026 - 14:00 – 15. Nov 2026 - 15:00
Archäologisches Museum Frankfurt

Der Fund eines großen Eimers aus Bronzeblech, der sog. Situla aus Kladina in Ostböhmen, zählt zu den bedeutendsten archäologischen Entdeckungen der vergangenen Jahre in Mitteleuropa. Das rund 60 Zentimeter hohe Gefäß wurde 2017 entdeckt und stammt aus dem 10.–9. Jahrhundert v. Christus.Besondere Aufmerksamkeit gilt den erhaltenen Rückständen im Inneren des Gefäßes. Naturwissenschaftliche Analysen haben ergeben, dass der Kessel einst ein bierähnliches Getränk oder einen Getreidebrei aus Hirse und Kräutern enthielt. Damit liefert der Fund seltene Einblicke in die Ernährungs- und Festkultur der Menschen vor mehr als 3000 Jahren.Solche gemeinschaftlichen Feiern waren häufig mit Bestattungsritualen und religiös-kultischen Handlungen verbunden. Nach Abschluss der Zeremonien wurden wertvolle Gefäße bewusst deponiert und der Erde übergeben. Die Situla von Kladina eröffnet faszinierende Perspektiven auf die sozialen, religiösen und kulturellen Praktiken an der Schwelle von später Bronzezeit zur frühen Eisenzeit. Zugleich bezeugt sie die außergewöhnliche handwerkliche Kunstfertigkeit ihrer Hersteller.Die Ausstellung wurde in Kooperation mit dem Ostböhmischen Museum in Pardubice und der Römisch-Germanischen Kommission des DAI realisiert und findet im Rahmen des Jahres der tschechischen Kultur in den deutschsprachigen Ländern statt, das anlässlich des Ehrengastauftritts Tschechiens auf der Frankfurter Buchmesse 2026 organisiert wird. 

Termin: Sonntag, 15. November 2026, 14:00 Uhr
Kosten: Eintritt ermäßigt EUR 4,00, Führungsgebühr EUR 5,00/ermäßigt EUR 3,00, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre und die Mitglieder der Freunde des Archäologischen Museums zahlen nur die ermäßigte Führungsgebühr

Treffpunkt: Foyer des Archäologischen Museums Frankfurt, Karmelitergasse 1

 Bild: situla_replica, © Ostböhmisches Museum Pardubice

Besuchen Sie die Kulturregionen Deutschlands

Alle Regionen
Alle Regionen