Französischer Künstler Fabrice Hyber vereint Kunst, Ökologie, Forschung und Humor.Zum ersten Mal in der Schweiz präsentieren die Kunstmuseen Thun und Thurgau in einer Kooperation das umfangreiche Schaffen des französischen Künstlers Fabrice Hyber. Die Ausstellungen und deren Rahmenprogramm sind gute Beispiele dafür, wie Kunst und komplexe Themen im wahrsten Sinne des Wortes greifbar gemacht werden können.Eigensinnig, widerspenstig, rätselhaft – Fabrice Hyber würde vermutlich allen diesen Beschreibungen seiner Kunst zustimmen.  Mit einem verschmitzten Grinsen im Gesicht, denn genau das ist es, was der französische Künstler beabsichtigt: «Fabrice Hyber will uns nicht mit ‘fertiger’ Kunst beeindrucken, die wir nur aus der Ferne bewundern dürfen», so Helen Hirsch, Direktorin Kunstmuseum Thun und Kuratorin der Ausstellung Fabrice Hyber. L’Artiste Agriculteur. Im Gegenteil: «Er lädt uns in seine Ideen-Werkstatt ein». Der studierte Mathematiker und Physiker, der erst später zu einem der anerkanntesten französischen Künstler:innen wurde, malt Bäume, Wurzeln, Wasserläufe und er zeigt die Natur als etwas nicht Statisches, sondern als ein riesiges, lebendiges Netzwerk. «Hybers Kunst ist wie ein Waldspaziergang mit einem guten Freund, der ständig neue, spannende Entdeckungen am Wegrand macht», so Hirsch weiter.Die Ausstellung im Kunstmuseum Thun legt den Schwerpunkt auf Fabrice Hyber als Gestalter und Landwirt. Sie thematisiert seine tiefe Verbindung zur Natur, indem sie unter anderem auf sein Renaturierungsprojekt La Vallée verweist, wo er seit den 1990er Jahren auf dem Land seiner Eltern einen Urwald mit 300 000 Bäumen kultiviert hat. Und es geht um das Säen, Wachsen und die landwirtschaftliche Identität, die seine Malerei speist. «Seine Kunst ist ein Geschenk an alle, die an eine fruchtbare Verbindung zwischen Menschen und Natur glauben», sagt Helen Hirsch. Ausserdem zeige sie, dass ein Museum heute ein Labor sein kann, in dem Kunst, Ökologie und Forschung zusammenfliessen.Passend dazu lädt im Aussenraum des Museums ein kleiner Gemeinschaftsgarten während der gesamten Ausstellungsdauer zum Mitmachen ein. Diverse Hochbeete sind als Erweiterung und zusätzlicher Lernraum zur Ausstellung von Fabrice Hyber gedacht – als eine Möglichkeit, die Natur zu besser zu verstehen und Naturprodukte wertzuschätzen, Wissen zu teilen und neue Perspektiven zu entwickeln. Die Gartenbeete sind Teil eines gemeinschaftlichen Stadtgarten-Projekts, das Besucher:innen, Anwohner:innen und Familien aus der Umgebung zusammenbringt.Parallel zum Programm in Thun, stellt das Kunstmuseum Thurgau in seiner Ausstellung Fabrice Hyber – Homme de Terre (29.3. – 30.8.2026) die Kraft der Verwandlung ins Zentrum. Dabei steht die historische Örtlichkeit des Museums, ein ehemaliges Kloster, im Kontrast zu Hybers Ideen von Transformation. Zusammen bilden die beiden Ausstellungen einen einzigartigen Parcours durch Hybers Universum und bieten eine einmalige Gelegenheit, den Künstler in seiner Ganzheit zu erfassen. Begleitet wird das Gemeinschaftsprojekt durch die Publikation Fabrice Hyber. Thun Thurgau.Radiostation inmitten der Ausstellung:Auch der Projektraum enter (ein via Ausstellung zugänglicher, frei gestaltbarer Raum im Kunstmuseum Thun) wird während Fabrice Hyber. L’Artiste Agriculteur belebt. Mit Töne-Ton-Werden erforschen die Bieler Künstler:innen Mathilde und Andrea Marioni mit ihrem Radioprojekt Lumpen Station den Rundfunk als erweitertes Ausstellungsformat. Im Rahmen dessen werden spezielle Veranstaltungen wie etwa ein Interview mit Fabrice Hyber organisiert, die sowohl live wie auch kostenlos im Nachgang auf www.lumpenstation.art gehört werden können. 
21. Mar 2026 - 00:00
Hofstettenstrasse 14
Thun
3602
Schweiz

Aktueller Termin von "Kunstmuseum Thun"

Fabrice Hyber. L’Artiste Agriculteur

21. Mar 2026 - 00:00 – 02. Aug 2026 - 00:00
Kunstmuseum Thun

Französischer Künstler Fabrice Hyber vereint Kunst, Ökologie, Forschung und Humor.

Zum ersten Mal in der Schweiz präsentieren die Kunstmuseen Thun und Thurgau in einer Kooperation das umfangreiche Schaffen des französischen Künstlers Fabrice Hyber. Die Ausstellungen und deren Rahmenprogramm sind gute Beispiele dafür, wie Kunst und komplexe Themen im wahrsten Sinne des Wortes greifbar gemacht werden können.

Eigensinnig, widerspenstig, rätselhaft – Fabrice Hyber würde vermutlich allen diesen Beschreibungen seiner Kunst zustimmen.  Mit einem verschmitzten Grinsen im Gesicht, denn genau das ist es, was der französische Künstler beabsichtigt: «Fabrice Hyber will uns nicht mit ‘fertiger’ Kunst beeindrucken, die wir nur aus der Ferne bewundern dürfen», so Helen Hirsch, Direktorin Kunstmuseum Thun und Kuratorin der Ausstellung Fabrice Hyber. L’Artiste Agriculteur. Im Gegenteil: «Er lädt uns in seine Ideen-Werkstatt ein». Der studierte Mathematiker und Physiker, der erst später zu einem der anerkanntesten französischen Künstler:innen wurde, malt Bäume, Wurzeln, Wasserläufe und er zeigt die Natur als etwas nicht Statisches, sondern als ein riesiges, lebendiges Netzwerk. «Hybers Kunst ist wie ein Waldspaziergang mit einem guten Freund, der ständig neue, spannende Entdeckungen am Wegrand macht», so Hirsch weiter.

Die Ausstellung im Kunstmuseum Thun legt den Schwerpunkt auf Fabrice Hyber als Gestalter und Landwirt. Sie thematisiert seine tiefe Verbindung zur Natur, indem sie unter anderem auf sein Renaturierungsprojekt La Vallée verweist, wo er seit den 1990er Jahren auf dem Land seiner Eltern einen Urwald mit 300 000 Bäumen kultiviert hat. Und es geht um das Säen, Wachsen und die landwirtschaftliche Identität, die seine Malerei speist. «Seine Kunst ist ein Geschenk an alle, die an eine fruchtbare Verbindung zwischen Menschen und Natur glauben», sagt Helen Hirsch. Ausserdem zeige sie, dass ein Museum heute ein Labor sein kann, in dem Kunst, Ökologie und Forschung zusammenfliessen.

Passend dazu lädt im Aussenraum des Museums ein kleiner Gemeinschaftsgarten während der gesamten Ausstellungsdauer zum Mitmachen ein. Diverse Hochbeete sind als Erweiterung und zusätzlicher Lernraum zur Ausstellung von Fabrice Hyber gedacht – als eine Möglichkeit, die Natur zu besser zu verstehen und Naturprodukte wertzuschätzen, Wissen zu teilen und neue Perspektiven zu entwickeln. Die Gartenbeete sind Teil eines gemeinschaftlichen Stadtgarten-Projekts, das Besucher:innen, Anwohner:innen und Familien aus der Umgebung zusammenbringt.

Parallel zum Programm in Thun, stellt das Kunstmuseum Thurgau in seiner Ausstellung Fabrice Hyber – Homme de Terre (29.3. – 30.8.2026) die Kraft der Verwandlung ins Zentrum. Dabei steht die historische Örtlichkeit des Museums, ein ehemaliges Kloster, im Kontrast zu Hybers Ideen von Transformation. Zusammen bilden die beiden Ausstellungen einen einzigartigen Parcours durch Hybers Universum und bieten eine einmalige Gelegenheit, den Künstler in seiner Ganzheit zu erfassen. Begleitet wird das Gemeinschaftsprojekt durch die Publikation Fabrice Hyber. Thun Thurgau.

Radiostation inmitten der Ausstellung:
Auch der Projektraum enter (ein via Ausstellung zugänglicher, frei gestaltbarer Raum im Kunstmuseum Thun) wird während Fabrice Hyber. L’Artiste Agriculteur belebt. Mit Töne-Ton-Werden erforschen die Bieler Künstler:innen Mathilde und Andrea Marioni mit ihrem Radioprojekt Lumpen Station den Rundfunk als erweitertes Ausstellungsformat. Im Rahmen dessen werden spezielle Veranstaltungen wie etwa ein Interview mit Fabrice Hyber organisiert, die sowohl live wie auch kostenlos im Nachgang auf www.lumpenstation.art gehört werden können. 

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