Geschichte am Nachmittag
Vortrag von Matthias Wagner
Das heutige Stadtmuseum wurde ab 1724 als Zucht- und Waisenhaus errichtet. Rund 100 Jahre war es damit eine Besserungsanstalt für Sträflinge und gleichzeitig eine Heimstätte für Waisenkinder. In ihm wurden Gottesdienste abgehalten und Unterricht erteilt, aber auch schwere körperliche Arbeiten verrichtet und Prügelstrafen vollzogen. Später diente es als Bibliothek, Lesehalle, Wohnung, Lager und öffentliche Bedürfnisanstalt, bis es schließlich 1914 seine heutige Funktion als Stadtmuseum erhielt.
Der Vortrag beleuchtet die wechselvolle 300jährige Geschichte eines der markantesten Gebäude der Geraer Altstadt. Die Schicksale des ehemaligen Zucht- und Waisenhauses widerspiegeln zugleich wechselvolle Episoden der Geraer Stadtgeschichte.

