Heimat als ambivalenter Ort - Vortrag von Annette Simon
Der Begriff „Heimat“ hat gerade wieder Konjunktur in der politischen Arena und in den Medien. Dabei ist es ein schillernder und historisch überaus wandlungsfähiger und umstrittener Begriff. Was bedeutete er einst für die Menschen in der DDR und was bedeutet er für uns heute in Deutschland? Mit diesen Fragen befasst sich Annette Simon in ihrem Vortrag anlässlich der aktuellen Sonderausstellung „Das Weite suchen. Fotografien der späten 1980er und frühen 1990er Jahre“.
Die Psychoanalytikerin und Autorin blickt vor allem darauf, wie sich die Erfahrung des II. Weltkriegs und des Nationalsozialismus auf das Verständnis von „Heimat“ auswirkte und welche Rolle die 68er-Generation dabei hatte. Welche Unterschiede und Parallelen lassen sich dabei zwischen den Gesellschaften Ost- und Westdeutschlands erkennen? Auf der Suche nach Antworten schaut Annette Simon auf Erfahrungen von Menschen in der DDR sowie auf literarische Texte von Autoren wie Thomas Brasch, Volker Braun und Peter Schneider.

