Imperium Romanum
Römische Geschichte zum Anfassen vom 11. April bis 23. August 2026 im Burgmuseum Parsberg
Wie schafften es die Römer, ein Reich über tausende Kilometer zu organisieren? Wie bauten sie Straßen, die bis heute Bestand haben? Und wie lebten Soldaten, Händler und Familien entlang der Grenze?
Die Mitmachausstellung „Imperium Romanum – Römische Geschichte zum Anfassen“ lädt vom 6. April bis 23. August 2026 ins Burgmuseum Parsberg ein. Kinder, Familien und Schulklassen erwartet eine interaktive Zeitreise entlang des Raetischen Limes – mit zahlreichen Stationen zum Ausprobieren, Mitdenken und Mitgestalten.
Technik, die Geschichte schrieb
Im Mittelpunkt stehen römische Ingenieurskunst und Organisation. Besucher errichten einen Rundbogen und erleben, wie erst der Schlussstein Stabilität verleiht. Beim Straßenbau werden Kopfsteine nach römischem Prinzip verlegt – Grundlage für jahrhundertelange Haltbarkeit.
Auch die militärische Struktur wird anschaulich: Vom Contubernium bis zur Kohorte entsteht Schritt für Schritt eine Legion – und damit ein Einblick in die klare Organisation der römischen Armee.
Ausrüstung, Alltag und Identität
Wer wollte nicht schon einmal wissen, wie schwer die Ausrüstung eines Legionärs war? Helm (Galea), Schild (Scutum), Gladius und Pilum gehören ebenso dazu wie Marschgepäck, Werkzeuge und Kochgeschirr. Die Ausstellung zeigt: Ein Legionär war nicht nur Soldat, sondern auch Bauarbeiter und Handwerker.
Auch das zivile Leben kommt nicht zu kurz. Im Atriumhaus wird deutlich, wie Architektur, Licht und Gemeinschaft zusammenspielten. Besucher legen eigene Mosaike und entdecken, wie Kunst und Wohnkultur verbunden waren. Eine weitere Station widmet sich der römischen und keltischen Alltagskleidung. Tunika oder Braccae? Fibel oder Gürtel? Kleidung wird hier als Ausdruck von Identität, Rang und kulturellem Austausch verständlich
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Der Limes – Grenze und Begegnung
Ein zentrales Thema der Ausstellung ist der Raetische Limes. Er war keine durchgehende Mauer, sondern ein ausgeklügeltes System aus Wällen, Palisaden, Kastellen und Wachtürmen. Der Limes diente nicht nur der Abwehr, sondern auch der Kontrolle, Ordnung und dem Austausch zwischen Kulturen diesseits und jenseits der Grenze.
Mit der Station zu Castra Regina wird der Bogen in die Region geschlagen. Hier bauen Besucher das römische Legionslager Schritt für Schritt selbst auf. Das römische Legionslager, aus dem sich das heutige Regensburg entwickelte, zeigt eindrucksvoll, wie dauerhaft römische Planung wirkte.
Die Navis Lusoria – Schnelligkeit auf dem Fluss
Ein besonderes Highlight ist das 1:10-Modell der „Navis Lusoria Regina“, eines spätrömischen Militär-Flussschiffes. Schlank, wendig und mit geringem Tiefgang war dieser Schiffstyp ideal für Patrouillen auf Donau und Rhein.
Das Ausstellungsmodell wurde von der Bauzeichnerklasse des Berufsförderungswerkes Eckert im Rahmen der Bauzeichnerausbildung an den Eckert Schulen in Kooperation mit der Universität Regensburg gefertigt. Es basiert auf einer historischen Rekonstruktion eines fahrtüchtigen Nachbaus und veranschaulicht eindrucksvoll die Bedeutung der römischen Flussflotte für die Grenzsicherung.
Die Limeswanderung – „Per vias discimus“
Ein besonderes Projekt innerhalb der Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Regental-Gymnasium Nittenau. Das P-Seminar Latein macht sich mit den beiden Lateinlehrerinnen Ann-Kathrin Hierl und Raphaela Skalet auf den Weg entlang des Donaulimes – von Regensburg über Straubing und Künzing bis nach Passau.
Die Route folgt römischen Militärstandorten, Verkehrswegen und Grenzlandschaften des ehemaligen Rätischen Limes. Über QR-Codes in der Ausstellung lässt sich die Reise digital nacherleben.
Ein Erlebnis für Schulen und Familien
Die Mitmachausstellung eignet sich besonders für Familien, Schulklassen und Gruppenführungen. Geschichte wird durch Anfassen, Bauen, Ordnen, Tragen und Gestalten erfahrbar gemacht.
Wer wissen möchte, wie Technik, Organisation und kultureller Austausch das Imperium Romanum prägten, findet im Burgmuseum Parsberg eine lebendige und interaktive Annäherung an die römische Antike.
Führungen sind nach Absprache auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten möglich.
Die Mitmachausstellung „Imperium Romanum“ bietet die einmalige Gelegenheit, in die faszinierende Welt der Antike einzutauchen – Geschichte nicht nur zu betrachten, sondern selbst zu erleben. Nutzen Sie die Gelegenheit, den Römern auf die Spur zu kommen und das Imperium Romanum mit allen Sinnen zu entdecken.

