Vortrag von Prof. Dr. Hélène Miard-Delacroix: 1989 – ein Jahr im Wechselbad der Gefühle. Und 2026?
Das Jahr 1989 markiert einen Wendepunkt im weltpolitischen Gleichgewicht, der bis heute starke Emotionen hervorruft. Die Erinnerung ist vor allem von der überwältigenden Freude über den Fall der Berliner Mauer geprägt. Dabei gerät leicht in Vergessenheit, dass diesem historischen Ereignis auch Angst, Unsicherheit und Proteste vorausgingen, etwa auf dem Tian’anmen-Platz, in Leipzig, in Prag sowie in Bukarest und Timișoara.
Hélène Miard-Delacroix, Professorin für Geschichte und Kultur des zeitgenössischen Deutschlands an der Universität Sorbonne, zeichnet in ihrem Vortrag am 8. Juli um 19 Uhr diese Entwicklungen nach. Sie zeigt, wie die Menschen in Europa die Ereignisse zwischen Staunen und Hoffnung erlebten und dabei oft den Eindruck hatten, einem historischen Dominoeffekt beizuwohnen. Zudem stellt sie Bezüge zur aktuellen weltpolitischen Lage her.
Der Bundestagsabgeordnete a. D. Gert Weisskirchen wird in das Thema einführen. Im Anschluss an den Vortrag ist das Publikum zu einer offenen Diskussion eingeladen.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.

