Aktives Museum Faschismus und Widerstand in Berlin e.V.

Stauffenbergstraße 13 / 14, 10785 Berlin, Deutschland

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Tags
#Geschichte

Beschreibung

Mit Sitz im Ostflügel des Bendlerblocks an der Stauffenbergstraße in Berlin vermittelt die Gedenkstätte Deutscher Widerstand Erinnerungs- und Bildungsarbeit zum deutschen Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Direkt neben dem Gelände befindet sich seit 1993 ein zweiter Dienstsitz des Bundesministeriums der Verteidigung; als weiterer Ort der Gedenkarbeit gehört die Hinrichtungsstätte Berlin-Plötzensee zum Zuständigkeitsbereich der Gedenkstätte. Ergänzt wird das Angebot durch ein Museum in der ehemaligen Blindenwerkstatt von Otto Weidt in Berlin-Mitte; die Ausstellung der früheren Gedenkstätte „Stille Helden“ wird seit 2018 im Haus präsentiert. Eine Fachbibliothek steht nach Anmeldung der Öffentlichkeit offen.

 

Ursprung und frühe Entwicklung der Gedenkstätte konzentrierten sich auf die Opfer des Attentats vom 20. Juli 1944. In den historischen Räumen des Bendlerblocks starben unter anderem Generaloberst Ludwig Beck, General der Infanterie Friedrich Olbricht, Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg, Oberst Albrecht Ritter Mertz von Quirnheim und Oberleutnant Werner von Haeften; ein frühes Mahnmal und eine Bronzefigur im Innenhof erinnern an diese Geschehnisse. In den folgenden Jahrzehnten wurde der Ort mehrfach erweitert und als Gedenk- und Bildungsstätte ausgebaut; an der Einfassungsmauer des Innenhofs steht eine Inschrift, die auf den Versuch verweist, die nationalsozialistische Herrschaft am 20. Juli 1944 zu stürzen.

 

Ab den 1980er-Jahren wandelte sich die Gedenkstätte zu einer umfassenden Einrichtung zur Darstellung des gesamten deutschen Widerstands. Die Dauerausstellung wurde in den historischen Aktionsräumen eingerichtet und 1989 eröffnet; durch Projekte zur Erinnerung an Judenretter („Stille Helden“) sowie zur Aufarbeitung des gescheiterten Attentats von Georg Elser wurde der Widerstandsbegriff personell und inhaltlich erweitert. Eine neu gestaltete Dauerausstellung wurde 2014 eröffnet.

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