Archäologisches Museum der WWU

Domplatz 20-22, 48143 Münster, Deutschland

Wo Sie uns finden:

Straße
Domplatz 20-22
PLZ/Ort
48143 Münster
Land
Deutschland
Telefon
00 49 / (0) 2 51 / 8 32 45 81
Fax
00 49 / (0) 2 51 / 8 32 54 22

Web
https://www.uni-muenster.de/ArchaeologischesMuseum/
Tags
Archäologie

Beschreibung

Das Archäologische Museum der Universität Münster im Fürstenberghaus am Domplatz in Münster ist eng mit der Lehre und Forschung des Instituts für Klassische und Frühchristliche Archäologie verknüpft und öffnet zugleich seine Bestände für die interessierte Öffentlichkeit. Besucher erhalten Einblick in archäologische Fragestellungen, Arbeitsweisen und Forschungsergebnisse; der Ausstellungsschwerpunkt liegt auf Objekten der griechischen Antike.

Die Ursprünge der Sammlung reichen bis 1883 zurück, als an der Universität die klassische Archäologie etabliert wurde und erste Bestände, vor allem Abgüsse antiker Skulpturen, angelegt wurden. Erweiterungen erfolgten in den Anfangsjahren durch weitere Abgüsse und Dubletten aus anderen Sammlungen. Die ursprüngliche Sammlung ging im Zweiten Weltkrieg verloren; erst ab 1958 begann der Wiederaufbau als Lehrsammlung, zunächst wieder mit Abgüssen, später ergänzt durch Originale. In der Folge präsentierte das Museum Exponate auch außerhalb Münsters und bezog zahlreiche Leihgaben aus Privatsammlungen.

Die Dauerausstellung dokumentiert Epochen von der geometrischen Zeit bis zur römischen Kaiserzeit. Kerngruppen bilden antike Vasen, Münzen, Modelle antiker Stätten und zahlreiche Abgüsse. Ergänzungen stammen aus verschiedenen Sammlungsbeständen, darunter griechische und ägyptische Stücke sowie eingelieferte Privatsammlungen. Bedeutende Einzelobjekte sind die seit 2021 ausgestellte „Münster-Mumie“ mit einem kunstvoll verzierten altägyptischen Holzsarg; Mumie und Sarg gelangten 1978 aus einem Gymnasium nach Münster, unterscheiden sich jedoch in Datierung und ursprünglicher Zuordnung und wurden 2016 restauriert.

In den letzten Jahren hat das Museum seine Provenienzforschung deutlich ausgeweitet, um Herkunftslücken zu schließen und gegebenenfalls Rückgaben vorzunehmen. Dies führte zur Restitution mehrerer bedeutender Objekte, die international beachtet wurden. Beispiele sind die Rückgabe eines Marmorkopfs an das Archäologische Museum von Fondi (Restitutionsdatum: 19. Juni 2019), die Übergabe eines attisch-schwarzfigurigen Skyphos, der mit dem Namen des Olympiasiegers Spyros Louis verbunden ist (Übergabe an Griechenland: 13. November 2019; heute in Olympia), sowie die Rückgabe eines Marmorkopfs an ein Museum in Thessaloniki (19. November 2019). Ein weiteres restituiertes Fragment entstammt einem Säulenkapitell aus dem Leonidaion in Olympia und wurde nach Hinweisen aus der Bevölkerung zurückgegeben.

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