Bode Museum

Am Kupfergraben, 10117 Berlin, Deutschland

Wo Sie uns finden:

Straße
Am Kupfergraben
PLZ/Ort
10117 Berlin
Land
Deutschland
Telefon
030 266424242
Web
https://www.smb.museum/museen-und-einrichtungen/bode-museum/home.html

Beschreibung

Mitten auf der Museumsinsel in Berlin-Mitte befindet sich das Bode-Museum, Teil des UNESCO-Weltkulturerbes und heute Heimat der Skulpturensammlung, des Museums für Byzantinische Kunst und des Münzkabinetts. Das neobarocke Bauwerk wurde zwischen 1898 und 1904 errichtet und stand ursprünglich unter dem Namen Kaiser-Friedrich-Museum.

Die Idee für ein Kunstmuseum an dieser Stelle reicht in die 1840er Jahre zurück; das Haus eröffnete am 18. Oktober 1904. Im Zweiten Weltkrieg erlitt das Gebäude vergleichsweise geringe Schäden, doch erst in den 1950er Jahren wurden erste Notmaßnahmen und provisorische Dacharbeiten vorgenommen. 1956 erhielt das Haus offiziell den heutigen Namen Bode-Museum. Eine umfassende Restaurierung und Modernisierung wurde Ende der 1990er Jahre beschlossen und in einer aufwendigen Generalinstandsetzung umgesetzt; die Wiedereröffnung des vollständig renovierten Hauses erfolgte 2006.

Bei der Sanierung wurden historische Raumgestaltungen aufgearbeitet und technische Anlagen erneuert. Hervorzuheben ist die Rekonstruktion des Tiepolo-Kabinetts, das nach Kriegszerstörung anhand eines einzigen historischen Fotos wiederhergestellt wurde. Vier der fünf Innenhöfe sind für Skulpturenausstellungen im Freien zugänglich; zudem wurde eine Verbindung zum Pergamonmuseum geschaffen. Die Restaurierungsarbeiten zielten auf Erhalt der Originalsubstanz bei gleichzeitiger Modernisierung von Brand-, Klima- und Werkstatttechnik.

Die Sammlungen umfassen Skulpturen vom Mittelalter bis ins späte 18. Jahrhundert mit einem Schwerpunkt auf der italienischen Frührenaissance (u. a. Werke von Luca della Robbia, Donatello) sowie bedeutende deutsche spätgotische Bildhauer. Das Museum für Byzantinische Kunst zeigt Objekte vom 3. bis zum 15. Jahrhundert aus dem gesamten Mittelmeerraum, darunter spätantike Sarkophage, byzantinische Plastiken, Elfenbeinschnitzereien, Ikonen und Alltags- sowie liturgische Gegenstände aus Ägypten. Das Münzkabinett, eine der ältesten Spezialsammlungen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, umfasst über 500.000 Objekte; im Bode-Museum sind rund 4.000 Münzen und Medaillen in vier Ausstellungsräumen zu sehen, weitere Bestände können nach Voranmeldung eingesehen werden.

Die Sammlungsgeschichte ist von Kriegsverlusten und Rückgaben geprägt; in den 2010er Jahren wurden umfangreiche Restaurierungsprojekte angestoßen, unterstützt durch Mäzene. Ein spektakulärer Diebstahl betraf 2017 eine 100-kg-Goldmünze („Big Maple Leaf“) aus dem Münzkabinett; die Münze wurde nicht wiedergefunden, und es kam zu strafrechtlichen Ermittlungen und Verurteilungen in den folgenden Jahren.

Seit 2015 gibt es das Vermittlungsprojekt „Multaka – Treffpunkt Museum“ mit Führungen für Arabisch- und Persischsprechende, das interkulturellen Austausch zwischen Geflüchteten und den Ausstellungen fördert.

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