In Dortmund dokumentiert das Brauerei-Museum Dortmund die Entwicklung der regionalen Brauwirtschaft; nach seiner Gründung 1981 nahm es am 12. November 1982 den Betrieb auf dem Gelände der Privatbrauerei Dortmunder Kronen auf. Die Einrichtung entstand auf Initiative des Eigentümers der Privatbrauerei und nutzte hierfür das frühere Schalander-Gebäude sowie einen Lagerkeller.
Als Lehrmuseum angelegt, zeigte es seine Exponate auf rund 1.600 m². Die Brauerei trug die laufenden Kosten, während die Stadt Dortmund mit Unterstützung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe Aufbau und wissenschaftliche Betreuung förderte. Nach dem Erwerb der Kronen-Brauerei durch die Dortmunder Actien-Brauerei 1996 verlor das Museum durch die Stilllegung der Brauerei und Baustellen in der Umgebung seine Besucherbasis; die städtischen Bestände wurden übernommen und das Museum 2000 geschlossen.
2006 eröffnete das Haus mit veränderter Konzeption neu auf dem Gelände der Dortmunder-Hansa-Brauerei, jetzt Dortmunder Actien-Brauerei, im Norden der Stadt. Die Ausstellungsräume liegen im historischen Maschinenhaus von 1912 und in einer angrenzenden Maschinenhalle von 1968. Im Unterschied zum früheren Lehrmuseum legt die heutige Präsentation den Schwerpunkt auf die Geschichte der Dortmunder Brauereien im 19. und 20. Jahrhundert, insbesondere auf die sogenannten „goldenen Jahre“ 1950–1970.
Der Rundgang beginnt im ehemaligen Energiezentrum mit Dampf- und Kältemaschine sowie einem Stromgenerator und führt weiter zu Themenfeldern wie Bierkonsum, repräsentiert durch eine Gaststätteneinrichtung aus den 1930er-Jahren, Bierwerbung, Flaschen- und Fassabfüllung sowie Export und Transport, unter anderem dokumentiert durch einen Krupp-Lastkraftwagen von 1922. Im Untergeschoss werden Produktionsschritte von den Rohstoffen bis zum Lagerkeller gezeigt; abgeschlossen wird die Ausstellung mit Einblicken in die vorindustrielle und mittelalterliche Braugeschichte. Sonderausstellungen widmeten sich 2009 dem Jubiläum des Fußballvereins Borussia Dortmund und im Rahmen von RUHR.2010 dem neu eröffneten Dortmunder U.