Burg Stolpen

Schloßstr 10, 01833 Stolpen, Deutschland

Wo Sie uns finden:

Straße
Schloßstr 10
PLZ/Ort
01833 Stolpen
Land
Deutschland
Telefon
035973 27313
Fax
035973 24438

Web
http://www.burg-stolpen.org

Beschreibung

Auf einem markanten Basaltkegel südlich des historischen Stadtkerns von Stolpen liegt die Burg Stolpen, 27 Kilometer östlich von Dresden und 356 Meter über Normalnull. Die Anlage hat sich über Jahrhunderte vom mittelalterlichen Höhenburgwerk zum repräsentativen Renaissanceschloss und später zur Landesfestung entwickelt und zählt heute zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Sachsens.

Lange Zeit gehörte Stolpen den Bischöfen von Meißen und diente zeitweise als eine ihrer Hauptresidenzen. Im 16. Jahrhundert ging die Burg an das sächsische Fürstenhaus der Wettiner, das umfangreiche Umbauten vornahm: Wohnräume wurden prächtig ausgestattet und die Befestigungen modernisiert. Kriege, Brände und strategische Demontagen führten im 18. Jahrhundert zu teilweisem Verfall. Bedeutend für die öffentliche Wahrnehmung ist die Haft Constantia von Cosel, die hier rund fünfzig Jahre gefangen gehalten wurde und auf dem Burggelände bestattet liegt.

Die Anlage erstreckt sich über rund 220 Meter und gliedert sich in mehrere Burghöfe; zentrale Bauwerke sind das 1518 errichtete Kornhaus mit seiner langen Durchfahrt, der zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert entstandene Schösserturm sowie der Johannisturm, der als sogenannter Coselturm bekannt ist. Im dritten Burghof sind Überreste der militärischen Ausstattung zu sehen; der Brunnen der Oberburg, der im 17. Jahrhundert abgeteuft wurde, erreicht eine Tiefe von 84,39 Metern. Zur Wasserversorgung entstand im 16. Jahrhundert eine technisch aufwendige Pumpanlage, die große Höhen überwinden konnte, aber wiederholt im Krieg zerstört wurde.

Die Geologie des Burgbergs prägt sowohl Namen als auch Erscheinungsbild: markante säulenartige Gesteinsformationen am Westhang zeugen von vulkanischem Ursprung. Neuere Untersuchungen ergaben, dass der Berg nicht durch einen Lavadom, sondern als Maar-Diatrem-Vulkan vor etwa 30 Millionen Jahren entstand und dass die Gesteine als Basanit zu klassifizieren sind.

Die Burg beherbergt ein Museum zur Burggeschichte und zu Constantia von Cosel. Seit dem 19. Jahrhundert geförderte Restaurierungen und Maßnahmen des 20. Jahrhunderts machten größere Teile der Anlage für Besucher zugänglich; seit 1992 steht die Burg unter staatlicher Verwaltung.

Ort auf der Karte

Weitere Museen in der Nähe