Burg Trausnitz

Burg Trausnitz 168, 84036 Landshut, Deutschland

Wo Sie uns finden:

Straße
Burg Trausnitz 168
PLZ/Ort
84036 Landshut
Land
Deutschland
Telefon
0871 92411-0
Web
https://www.burg-trausnitz.de
Tags
#Schloss #Burg #Festung

Beschreibung

Die Burg Trausnitz liegt eindrucksvoll oberhalb der Altstadt von Landshut in der Gemarkung Berg ob Landshut und prägt das Stadtbild als historisches Baudenkmal (Aktennummer D-2-61-000-563). Unter dem Gelände registrierte archäologische Befunde werden zudem als Bodendenkmal unter D-2-7438-0330 geführt.

 

Die Spornburg steht auf dem Hofberg, dem höchsten Punkt des Unterbayerischen Hügellands auf über 500 m ü. NN. Die Anlage erhebt sich über der Stadt und der Isar und ist von Waldflächen umgeben; östlich schließt sich der Hofgarten an, der einst Schlosspark war und seit 1837 öffentlich zugänglich ist. Der an die Burg grenzende Herzogsgarten wurde 1784 im klassizistischen Stil neu gestaltet.

 

Archäologische Untersuchungen belegen mehrere ältere Befestigungen; Keramikfunde reichen möglicherweise bis in die Urnenfelderzeit zurück. Spätere Scherben aus dem 9./10. Jahrhundert deuten auf eine frühmittelalterliche Anlage hin. Eine hölzerne Wachtburg des 12. Jahrhunderts gilt als Vorläufer; die ältesten heute sichtbaren Bauteile stammen aus der Zeit um 1204, als Herzog Ludwig der Kelheimer den Aufbau von Burg und Siedlung in Landshut veranlasste. Unter den Wittelsbachern entwickelte sich Trausnitz im 13. Jahrhundert zu einem politischen und kulturellen Mittelpunkt; Kaiserliche Gäste und Minnesänger gehörten dazu. Nach der Teilung von 1255 wurde Landshut Residenz Niederbayerns.

 

Vom 15. bis 16. Jahrhundert erfuhr die Burg bedeutende Ausbauphasen: Ringmauern, Dürnitzbauten und Wehrtürme entstanden, und Teile der Anlage wurden zu einem repräsentativen Renaissancepalast umgestaltet. Im späten 16. Jahrhundert brachte ein umfangreicher Umbau Elemente der italienischen Renaissance ein; Fassaden, Arkaden und ein repräsentativer Weiße Saal prägen das Bild. In dieser Zeit entstanden auch die reich bemalten Treppenräume mit komödiantischen Figuren, die als Narrentreppe bekannt sind.

 

In späteren Jahrhunderten diente die Burg wechselnd als Residenz, Kaserne, Gefängnis und Verwaltungsstandort; bei der Belagerung 1634 entstand das heute so genannte Schwedentor. Größere Schäden und Brände, zuletzt 1961, führten zum Verlust vieler Wandmalereien und Ausstattungsgegenstände; erhalten blieben unter anderem die Georgskapelle und die Narrentreppe. Im wiederhergestellten Fürstenbau war bis 2016 das Staatsarchiv untergebracht. Die Fürstentreppe verbindet die Altstadt mit dem äußeren Burghof; in rekonstruierter Form zeigt der Damenstock seit 2004 die Kunst- und Wunderkammer Burg Trausnitz als Zweigmuseum des Bayerischen Nationalmuseums.

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