DEUTSCHES SPIELZEUGMUSEUM

Beethovenstraße 10, 96515 Sonneberg, Deutschland

Wo Sie uns finden:

Straße
Beethovenstraße 10
PLZ/Ort
96515 Sonneberg
Land
Deutschland
Telefon
+49 (0)3675 42 26 34 - 0
Fax
+49 (0)3675 42 26 34 - 26

Web
https://www.spielzeugmuseum-sonneberg.de/
E-Mail
info@spielzeugmuseum-sonneberg.de

Beschreibung

Im thüringischen Sonneberg befindet sich das Deutsche Spielzeugmuseum, das 1901 gegründet wurde und seit 1938 in einem Bau des Meininger Oberlandes untergebracht ist, der ursprünglich 1901 für die Industrie- und Gewerbeschule errichtet worden war.

 

Der Sammlungsschwerpunkt hat sich seit der Gründung verändert: War Spielzeug anfangs nur einer von mehreren Sammelfeldern, umfasst der Bestand heute rund 100.000 Objekte, davon etwa 60.000 Spielwaren aus aller Welt. Bedeutende Exponate sind Thüringer Porzellanpuppen des 19. Jahrhunderts, frühe Käthe-Kruse-Puppen, vielfältiges Holzspielzeug aus verschiedenen Regionen sowie Spielzeugfunde aus dem alten Ägypten und antikes Spielzeug aus Griechenland und Rom. Ergänzt wird die Sammlung durch historische Automaten mit beweglichen Figuren. Die Antikensammlung wurde in den Jahren 1938 bis 1944 angekauft.

 

Zu den herausragenden Schaustücken zählen die Gruppen „Thüringer Kirmes“ und „Gulliver in Liliput“. Die „Thüringer Kirmes“ war ein Beitrag Sonneberger Spielzeugmacher zur Weltausstellung 1910 in Brüssel; auf 72 m² vor der Kulisse einer thüringisch-fränkischen Kleinstadt zeigen 67 lebensnah gestaltete Figuren das Treiben auf einem Kirmesplatz um 1900. Die Ausführung erfolgte durch zahlreiche Sonneberger Hersteller und wurde auf der Weltausstellung mit einem Grand Prix gewürdigt. „Gulliver in Liliput“ entstand 1843/44 in mehreren Exemplaren als bemalte Figurengruppe aus Brotteig, stellte die Episode in Liliput dar und wurde 1844 in Berlin sowie 1851 in London gezeigt; nach der Zerstörung eines Exemplars bei einer Ausstellung 1956 wurde die Gruppe restauriert, heute besitzt das Museum zwei Exemplare.

 

In den letzten Jahren wurde das Haus baulich und konzeptionell grundlegend erneuert. Ein erster Bauabschnitt (2012–2014) ergänzte das Hauptgebäude um einen Erweiterungsbau, in dem unter anderem die „Thüringer Kirmes“ untergebracht wurde. Der zweite Bauabschnitt sieht die Sanierung des Hauptgebäudes und die Einbindung einer ehemaligen Handelsschule in den Museumskomplex vor. Während der Arbeiten blieb das Museum geöffnet; der zweite Abschnitt wurde im Herbst 2022 eingeweiht, weitere Maßnahmen sind Teil des fortlaufenden Gesamtkonzepts.

Ort auf der Karte

Audioguides

Weitere Museen in der Nähe