Im historischen Kreuzgang des Kaiserdoms St. Bartholomäus in Frankfurt am Main ist das Dommuseum Frankfurt untergebracht und verbindet sakrale Kunst mit der Geschichte des Doms.
Der Kreuzgang selbst stammt weitgehend aus dem frühen 15. Jahrhundert; Maßwerkfenster und das Gewölbe geben heute noch Einblick in seine einstige Gestalt, obwohl spätere Zerstörungen und Veränderungen Spuren hinterlassen haben. Das Museum wurde 1987 eröffnet und erhielt 2017 eine umfassende Renovierung sowie eine Neupräsentation der Bestände mit Unterstützung öffentlicher Förderstellen und der Diözese.
Die Dauerausstellung versammelt Kirchenschatzkunst, eine umfangreiche Kollektion mittelalterlicher und barocker Messgewänder sowie Exponate, die die Geschichte des Frankfurter Kaiserdoms dokumentieren – von frühmittelalterlichen Ausgrabungsfunden bis zu Zeugnissen der historistischen Neugestaltung im 19. Jahrhundert. Ergänzend zeigt das Museum wechselnde Ausstellungen zu zeitgenössischer Kunst und kulturhistorischen Themen.
Als zusätzliche Ausstellungsfläche dient das Sakristeum im benachbarten Haus am Dom, das Anfang der 2000er-Jahre eingerichtet wurde und Kirchenschätze der Stifts- und Stadtkirchen, darunter Stücke aus St. Leonhard und der Liebfrauenkirche, präsentiert. Viele dieser Objekte stammen aus aufgegebenen Klöstern der Karmeliter und Dominikaner. Der Rundgang durch Kreuzgang und Sakristeum vermittelt so einen Eindruck vom einstigen Reichtum der Frankfurter Stiftskirchen.
Weithin beachtenswert sind die Exponate zur Funktion des Kaiserdoms als Ort der Königswahl und späterer Kaiserkrönungen; das Museum erläutert diese Bedeutung anhand von Informationen und originalen Funden. Zu den bemerkenswerten archäologischen Entdeckungen zählt ein 1991 geborgener Kindergrabfund aus dem Umfeld um das Jahr 700 mit filigranem Goldschmuck, Glas- und Tongefäßen, Spielzeug, Alltagsgegenständen und Amuletten.