Im Rommerskirchener Ortsteil Oekoven befindet sich das Feldbahnmuseum Oekoven, ein Zentrum für die Präsentation und den Betrieb historischer Feldbahntechnik. Träger ist der eingetragene Verein „Feld- und Werksbahnmuseum Rommerskirchen-Oekoven e.V.“, gegründet am 31. Januar 1976 in Rheydt von einer Gruppe von Eisenbahnfreunden. Auf kommunale Initiative erfolgte 2020 die Umbenennung in Feldbahnmuseum Rommerskirchen-Oekoven; das Haus ist überregional bekannt und zieht Eisenbahninteressierte aus ganz Deutschland an.
Das Museum liegt unmittelbar an der Bahnstrecke Köln–Mönchengladbach am ehemaligen Bahnhof Oekoven auf dem Gelände des stillgelegten Grubenanschlussbahnhofs Oekoven, nahe der Bundesstraße 59. Im Museumskern steht eine umfangreiche Sammlung von Feldbahnfahrzeugen in 600 mm Spurweite, insbesondere aus Werks- und Ziegeleibahnen, Grubenbahnen, Baustellenbahnen, Trümmerbahnen, Heeresfeldbahnen und Kleinbahnen. Weitere Fahrzeuge anderer Spurweiten sind ausgestellt, sofern sie einen regionalen Bezug haben. Für zuvor im Freien gezeigte Exponate wurde eine große Ausstellungshalle errichtet; eine benachbarte kleinere Halle widmet sich der Stellwerkstechnik. Ergänzend betreibt das Museum eine Gartenbahnanlage am Bahnhof Neuratherfeld mit den Spurweiten 7¼ Zoll (184 mm) und 5 Zoll (127 mm) sowie rund 70 m Gleislänge.
Betriebsfähig ist die sogenannte Gillbachbahn, eine eingleisige Museumsfeldbahn von etwa 1 km Länge in 600 mm Spurweite. Die Strecke verläuft vom Bahnhof Neuratherfeld (inklusive Museumshalle) über den Spitzkehrenbahnhof Oekoven K. und den Haltepunkt Werkstatt zum Bahnhof An der Lohe; vom Kleinbahnhof zweigen Nebengleise zur Werkstatt ab. Ein ehemals weiterführendes Gleis zum damaligen DB-Stellwerk wurde 2014 entfernt. Auf Betriebstagen verkehren stündlich mehrere Zugpaare; die Züge bestehen meist aus offenen und geschlossenen Personenwagen, gezogen von historischen Feldbahnlokomotiven (Dampf oder Diesel). Richtungwechsel erfolgen in Oekoven K. und An der Lohe durch Umsetzen der Lok; die Wagen werden auf Teilabschnitten auch geschoben. Die Fahrtstrecke führt durch einen schmalen Waldstreifen zwischen DB-Strecke und Feldern, der bis 1970 die Fläche der Gütergleise des Bahnhofs Oekoven war; dieser Güterbahnhof wurde bis 1970 gemeinsam mit der Grubenanschlussbahn betrieben und danach schrittweise abgebaut. Eine Hin- und Rückfahrt inklusive Umsetzen dauert insgesamt 34 Minuten.
Das bewegliche Inventar des Museums wurde 2019 an den Verein „historische Feldbahnsammlung e.V.“ übertragen. Bereits 2005 stellte das Museum Platz zur Verfügung, sodass ein Lehrstellwerk aus Köln Deutzerfeld aufgebaut werden konnte; zur Betreuung dieses Lehrstellwerks wurde 2021 ein eigener Verein gegründet.