Mitten in Speyer, an der Allerheiligenstraße 9 und direkt an der alten Stadtmauer gelegen, stellt das Feuerbachhaus eine zentrale Gedenkstätte zur Familie Feuerbach dar. Das Anwesen umfasst einen barocken Garten, der die historische Einbettung des Hauses betont.
Gebaut um 1800, erhielt das Gebäude 1848 einen Anbau am Vorderhaus. 1912 ging das Haus in den Besitz der Stadt Speyer über. Jahrzehnte mangelhafter Unterhaltung beschränkten sich zunächst auf die Anbringung einer Ehrentafel in den Gedenkjahren 1929/30. Ein Abrissbeschluss des Stadtrats aus dem Jahr 1967 konnte durch bürgerschaftliches Engagement verhindert werden. Ein 1971 entstandener Verein sicherte das Gebäude endgültig und richtete es als Gedenkstätte und Museum ein; die Finanzierung erfolgte durch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, Betriebe, die Stadt Speyer und das Land Rheinland-Pfalz. Der Garten wurde 1987 durch fachliche Gestaltung wieder in seinen ursprünglichen Zustand versetzt.
Der Wohnort des Archäologen Joseph Anselm Feuerbach, der hier zehn Jahre mit seiner Familie lebte, ist zugleich Geburtsort seines Sohnes Anselm Feuerbach, des bekannten Malers. Im Erdgeschoss des Hauses finden sich eine Gaststube sowie Räume für Versammlungen, Ausstellungen und Konferenzen. Im Obergeschoss werden mehr als 30 Originalgemälde und -zeichnungen des Malers gezeigt; ergänzt werden diese Bestände durch Autographen, Familienurkunden und Bücher. Eine Dokumentation präsentiert die Hauptwerke Anselm Feuerbachs als Fotoreproduktionen und Schaubilder. Darüber hinaus unterhält das Haus eine Studienbibliothek und ein Archiv.