Freilichtmuseum Klockenhagen

Mecklenburger Straße 57, 18311 Ribnitz-Damgarten, Deutschland

Wo Sie uns finden:

Straße
Mecklenburger Straße 57
PLZ/Ort
18311 Ribnitz-Damgarten
Land
Deutschland
Telefon
03821-2775
Web
https://freilichtmuseum-klockenhagen.de/

Beschreibung

Im Ribnitz-Damgartener Ortsteil Klockenhagen präsentiert das Freilichtmuseum Klockenhagen auf einem sechs Hektar großen Gelände ein als „Dorf im Dorf“ angelegtes Ensemble historischer Bauwerke und ländlicher Räume. Es zeigt das dörfliche Leben in Mecklenburg und Vorpommern über die letzten drei Jahrhunderte und will Alltag, Arbeit und Wohnkultur anschaulich vermitteln.

 

Die Sammlungs- und Präsentationsbasis bilden Häuser und Wirtschaftsgebäude, die aus 18 verschiedenen Dörfern Mecklenburg-Vorpommerns abgebaut, hier wieder aufgebaut und denkmalgerecht saniert wurden. In den Gebäuden befinden sich Schau- und Ausstellungsräume; außerdem wurden Gärten angelegt und Nutztiere gehalten, um das bäuerliche Umfeld lebendig zu machen.

 

Ein historischer Dorfladen, 1994 in den Bestand aufgenommen, dokumentiert einen Verkaufsraum, der bis 1984 in Neuendorf-Heide über drei Generationen betrieben wurde; im Ausstellungsbereich werden Waren aus der DDR-Zeit bis 1990 gezeigt. Das Museumsrestaurant Up dei Däl ist im Haus Strassen untergebracht; dieses Wohnhaus wurde 1671 in Strassen (Gorlosen) errichtet und 1980 im Freilichtmuseum wiederaufgebaut. Der Gastraum dient zugleich als Raum für Veranstaltungen und Ausstellungen. Jährlich findet im Haus Strassen ein Wettbewerb um die schönste Erntekrone Mecklenburg-Vorpommerns statt; die Erntekronen werden ab August gesammelt und zum Erntedankfest prämiert.

 

Die Fachwerkkirche stammt aus Dargelütz bei Parchim und dient neben ihrer Funktion als Museumsobjekt für Gottesdienste, Trauungen und Taufen sowie für Lesungen, Vorträge und Konzerte. Sie gehört zur Propstei Ribnitz der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs. Zur Innenausstattung zählt ein Altaraufsatz von 1647, als Leihgabe der Kirchengemeinde Gresse-Greven; 1682 wurde er mit Szenen wie Abendmahl und Kreuzigung bemalt und mit Schnitzfiguren von Mose, Johannes dem Täufer sowie den Evangelisten Markus, Lukas und Johannes versehen, gekrönt von der Figur des auferstandenen Christus. Das Gestühl umfasst zwei im 19. Jahrhundert gefertigte Bänke aus der Dorfkirche Rostocker Wulfshagen; die übrigen Sitzbänke sind nachgebildet.

 

Ein Heil- und Würzkräutergarten, angelegt nach dem Vorbild der Äbtissin Hildegard von Bingen, beherbergt rund 300 überwiegend norddeutsche Kräuter. Besucher haben zudem die Möglichkeit, traditionelle Dorfpraktiken praktisch zu erleben: in einem Nachbau eines Backofens von 1910 aus Laupin werden Sauerteigbrote gebacken und der Teig sowie die Ofentechnik erläutert; weitere Mitmachangebote umfassen Wäschewaschen und Arbeiten in einer Dorfschmiede.

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