Gedenkstätte/ Museum Seelower Höhen

Küstriner Str 28a, 15306 Seelow, Deutschland

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Straße
Küstriner Str 28a
PLZ/Ort
15306 Seelow
Land
Deutschland
Telefon
+49 (0)3346 597
Fax
-

Web
http://www.gedenkstaette-seelower-hoehen.de/
E-Mail
gedenkstaette@kulturmol.de

Beschreibung

Die Gedenkstätte Seelower Höhen liegt in der brandenburgischen Kreisstadt Seelow im Landkreis Märkisch-Oderland und erinnert an die Schlacht um die Seelower Höhen im Frühjahr 1945. Das Gelände verbindet ein Museum, eine Denkmalsplastik und eine Kriegsgräberstätte und nimmt damit eine zentrale Funktion in der regionalen Erinnerungskultur ein.

 

Die Bronzeplastik auf dem Hügel wurde auf Anordnung des sowjetischen Oberbefehlshabers der Schlacht um Berlin noch 1945 errichtet; Bildhauer Lew Kerbel und Wladimir Zigal schufen die Figur in wenigen Monaten. Unterhalb der Plastik entstand 1972 ein eingeschossiger Bau als Teil der Gedenkstätte der Befreiung, dessen Fassadengestaltung auf die Erinnerung an den Befehlsbunker auf der Reitweiner Höhe verweist. Der Vorplatz wurde parallel angelegt und mit schweren Militärgeräten bestückt; im oberen Teil wurden Gräberfelder mit den charakteristischen roten Grabsteinen angelegt.

 

Während der DDR-Phase präsentierte die Ausstellung überwiegend das sowjetische Geschichtsbild: der heroische Einsatz der Roten Armee und die Härte der Kämpfe standen im Mittelpunkt, deutsche Soldaten wurden weitgehend anonym dargestellt. In den 1970er und 1980er Jahren prägten offizielle Gedenkveranstaltungen, gemeinsame Militäraktionen und schulische Besuche das Bild. Mit dem politischen Wandel nach 1990 wurde das Konzept überarbeitet; seit Mitte der 1990er Jahre rücken zivile Opferperspektiven und die Rolle der Wehrmacht stärker in den Blick. Ein russisch-orthodoxes Kreuz wurde 2003 am Rand der Anlage gesetzt; ein Aussichtspunkt eröffnet den Blick über das Oderbruch.

 

Die Gräberstätte umfasst die Ruhestätten von über 7.000 Soldaten der Roten Armee. Die Pflege ging nach einem SMAD-Befehl von 1946 schrittweise an die kommunale Verwaltung über; ab 1949 oblag die Betreuung dem Bürgermeister von Seelow, unterstützt zeitweise durch Schulprojekte, die sich auch mit Einzelschicksalen befassten.

 

Das Museum erstreckt sich über etwa 200 m² und ist thematisch gegliedert: „Von der Oder nach Berlin“ behandelt die Kampfhandlungen, „Das Ehrenmal und die Gedenkstätte an“ die Geschichte des Ortes, „Nach dem politischen Umbruch“ die Veränderungen seit der Wende. Ergänzt werden die Ausstellungsstücke durch einen Dokumentarfilm, eine dreidimensionale Karte der Seelower Höhen, interaktive Stationen sowie ein Archiv und eine Präsenzbibliothek. Die Gedenkstätte bildet zusammen mit zwei weiteren auf Anordnung des sowjetischen Oberkommandos aufgestellten Ehrenmalen entlang der Reichsstraße 1 eine Erinnerungskette vom Odervorland bis nach Berlin.

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