Haus der Kamener Stadtgeschichte

Bahnhofstr. 21, 59174 Kamen, Deutschland

Wo Sie uns finden:

Straße
Bahnhofstr. 21
PLZ/Ort
59174 Kamen
Land
Deutschland
Telefon
02307/553412
Fax
02307/553414

Web
https://www.stadt-kamen.de/leben-und-mehr/bildung/haus-der-stadtgeschichte

Beschreibung

Im Zentrum von Kamen nimmt das Haus der Stadtgeschichte eine zentrale Rolle für Erinnerung und Forschung zur lokalen Vergangenheit ein. Das Gebäude liegt nahe dem Rathaus, zwischen dem Kamener Markt und dem Bahnhof, und beherbergt seit 2002 das Stadtarchiv, die wissenschaftliche Bibliothek sowie das lokalgeschichtliche Museum.

Das Archiv war bis 2001 im Alten Rathaus am Alten Markt untergebracht; es begann dort in ehrenamtlicher Trägerschaft und wurde 1981 in eine hauptamtliche Betreuung überführt. Neben den Akten der Stadtverwaltung sammelt das Stadtarchiv weitere historische Überlieferungen mit Bezug zu Kamen, etwa aus Unternehmen, Schulen, Vereinen, Gewerkschaften und Parteien. Besucher können im Benutzerraum die Bestände einsehen, und auf der Website der Stadt sind ausgewählte Texte online verfügbar.

Das denkmalgeschützte Gebäude wurde 1894–1896 für das königlich-preußische Amtsgericht errichtet und am 18. Januar 1896 an den preußischen Fiskus verpachtet. Als Beispiel historistischer Architektur entstand es vermutlich nach einem einheitlichen Musterentwurf; ein sehr ähnlicher Gerichtsbau existiert in Schwerte. Das Haus blieb im städtischen Besitz und wurde 1896–1964 als Amtsgericht genutzt, 1964–1977 als städtisches Verwaltungsgebäude und 1977 bis März 1998 beherbergte es die Kreis- bzw. Stadtbücherei. Nach einem Ratsbeschluss vom 3. November 1998 begannen ab Anfang 1999 umfangreiche Sanierungsarbeiten zur Vorbereitung von Archiv und Museum. Das Stadtarchiv zog am 1. September 2001 ein, das Kamener Stadtmuseum wurde am 2. Oktober 2002 im neu gestalteten Haus wiedereröffnet und trägt seither den Namen „Das Haus der Stadtgeschichte“. Das Gebäude verfügt über zwei Etagen: im Erdgeschoss liegen Archiv, Benutzerraum und wissenschaftliche Bibliothek; im Obergeschoss befinden sich Museum und Veranstaltungsraum. Keller und Dachboden dienen als Magazine. Aufgrund der ursprünglichen Nutzung als Amtsgericht ist ein leicht versetzt angebauter Zellentrakt erhalten.

Das Stadtmuseum hat eine wechselvolle Geschichte: Ursprünglich als Heimatmuseum in den 1920er Jahren gegründet, musste es im Zweiten Weltkrieg ausgelagert werden. 1984 erfolgte die Wiedereröffnung als Städtisches Museum im Alten Rathaus, von wo es 1999 in das Haus der Stadtgeschichte umgezogen wurde. Seit Februar 2012 zeigt die Dauerausstellung die Entwicklung von der germanischen Besiedlung im Seseke‑Körne‑Winkel bis zur Gegenwart; die Präsentation ist chronologisch aufgebaut, die Räume setzen thematische Schwerpunkte. Drei Monitorsäulen vermitteln Bilder und Filme zu archäologischen Funden, einer Schuhmacherwerkstatt und dem Bergbau. Ergänzt wird die Dauerausstellung durch wechselnde Präsentationen zu lokalen historischen Themen und Arbeiten von Kamener Künstlern.

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