In Feldwies, einem Ortsteil der Gemeinde Übersee im Chiemgau, steht das Künstlerhaus Exter mit seinem landschaftlich gestalteten Garten und ist ein fester Bestandteil der regionalen Kulturlandschaft.
Das Gebäude stammt von einem über 500 Jahre alten Bauernhof. 1902 erwarb Julius Exter das historische „Stricker“-Anwesen, wandelte es zu Wohn- und Arbeitsräumen um und nahm bis 1917 weitere Umgestaltungen vor, bevor er sich dauerhaft dort niederließ. Im Exter-Haus endete sein Leben am 16. Oktober 1939 durch Herzschwäche. Ende 1972 übergab seine Tochter den Nachlass und das Anwesen gegen eine Leibrente an den Freistaat Bayern; die Bayerische Schlösserverwaltung ist seither für die Liegenschaft zuständig.
Der ehemalige Kleinbauernhof dient heute als Galerie und Museum. Als Baudenkmal ist das Ensemble beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege verzeichnet. Der massive Wohnteil zeigt zwei neugotische Lauben und trägt an der Firstpfette die Jahreszahl 1826; der früher wirtschaftlich genutzte Gebäudeteil wurde 1904 in ein Atelier umgewandelt. Seit 1980 werden dort museale und ausstellungsbezogene Nutzungen realisiert.
Werkbestände Julius Exters befinden sich ergänzend in großer Zahl im Alten Schloss auf Herrenchiemsee und dokumentieren so das künstlerische Schaffen, dem das Haus gewidmet ist.