Mit Blick auf das Rheinufer von Düsseldorf präsentiert sich KIT - Kunst im Tunnel als unterirdisches Haus für zeitgenössische Kunst. Der Ausstellungsraum befindet sich in einem während der Bauarbeiten des Rheinufertunnels entstandenen Tunnelrestraum, etwa zwei Meter unterhalb der Rheinuferpromenade, in unmittelbarer Nähe des Landtags und der Rheinkniebrücke. Er wurde am 10. Februar 2007 eröffnet.
Ein neu errichteter Eingangspavillon an der Rheinuferpromenade verbindet die Oberfläche mit dem Untergeschoss; der gläserne Baukörper zur Rheinseite umfasst rund 130 m² und beherbergt ein kleines Bistro. Von dort führen eine Treppe sowie ein Behindertenaufzug in den unterirdischen Ausstellungsbereich. Die Ausstellungsfläche erstreckt sich über 888 m² zwischen den beiden Tunnelröhren, ist leicht geschwungen, etwa 140 Meter lang und verjüngt sich von acht auf einen Meter. Zur Belichtung wurden zwei Lichtschächte mit Panzerglas zur Oberfläche hin angelegt.
Betrieb und Organisation der Ausstellungen obliegen der Kunsthalle Düsseldorf; die künstlerische Leitung verantwortet die Programmgestaltung. KIT - Kunst im Tunnel ergänzt das Ausstellungsangebot der Stadt und widmet sich schwerpunktmäßig zeitgenössischer Kunst. Gezeigt werden vor allem Arbeiten junger Künstler, Absolventen der Kunstakademie Düsseldorf sowie Preisträger des Düsseldorfer Kunstpreises; geplant sind vier Ausstellungen pro Jahr. Bereits 1994 präsentierten die Künstler Jost Wischnewski und Jan Verbeek in diesem Tunnelrestraum aufwendige Installationen unter dem Titel LOS 2. 2005 wurden in den Räumen der ehemaligen Kunstgewerbeschule am Burgplatz die Akademie-Galerie als Ausstellungsflächen für Professoren der Kunstakademie eingerichtet.