Im Kunstareal München liegt die Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München, ein städtisches Kunstmuseum in der Maxvorstadt. Sein Sitz ist die denkmalgeschützte Villa des Malerfürsten Franz von Lenbach in der Luisenstraße 33, direkt gegenüber dem Königsplatz mit den Propyläen.
Die Villa entstand Ende des 19. Jahrhunderts (1887–1891) und erhielt in den 1920er sowie in den späten 1960er/ frühen 1970er Jahren Erweiterungen. 1929 wurde das Haus als städtische Galerie eröffnet; 2009 bis 2013 erfolgte eine umfassende Generalsanierung und ein moderner Erweiterungsbau. Teile des repräsentativen Wohnbereichs Lenbachs blieben im Originalzustand erhalten und sind im Ausstellungsrundgang zugänglich. Ergänzend gehört seit 1994 der Kunstbau oberhalb des U-Bahnhofs Königsplatz zum Haus; dieser unterirdische Ausstellungsraum dient vornehmlich für große Wechselausstellungen und wurde 1995 mit einem Architekturpreis ausgezeichnet.
Die Sammlung entwickelte sich aus einer städtischen Zusammenstellung münchnerischer Maler des 18. und 19. Jahrhunderts und umfasst Werke von Vertretern der Münchner Schule, der Münchner Secession sowie ausgewählte Beispiele der Dresdner Romantik, der Berliner und Düsseldorfer Schule. International bedeutend ist die weltweit herausragende Sammlung der Gruppe Der Blaue Reiter, die dank einer umfassenden Schenkung 1957 die Sammlung zur internationalen Referenz machte; vertreten sind u. a. Alexej Jawlensky, Wassily Kandinsky, Gabriele Münter, Franz Marc, August Macke, Marianne von Werefkin und Paul Klee. Seit 1979 wird auch zeitgenössische Kunst angekauft; zentrale Bestände umfassen Arbeiten und Environments von Joseph Beuys, den Atlas von Gerhard Richter (1996) sowie jüngere Zugänge wie Der Laden (2015). Insgesamt zählt die Sammlung rund 28.000 Werke (Stand 2016); der Anteil weiblicher Künstler liegt historisch niedrig und stieg von rund 1 % vor 1900 auf etwa 11 % im Zeitraum 1946–2015.
Das Haus betreibt seit Jahren systematische Provenienzforschung und hat zahlreiche Rückgaben getroffen, beginnend 1950 mit der Rückgabe an die Erben Michael Berolzhimers. Nach der Washingtoner Erklärung und städtischer Unterstützung seit 1999 wurden weitere Werke an Anspruchsberechtigte restituiert; jüngste Fälle reichten bis zur Rückgabe 2024 eines Gemäldes aus der Sammlung Jacques Goudstikkers an seine Erbin Marei von Saher. Mehr als 10.000 Digitalisate der Sammlung sind im Bavarikon des Freistaats Bayern als Public Domain abrufbar. Das Lenbachhaus ist als Denkmal unter der Aktennummer D-1-62-000-4134 geschützt.