LVR-Industriemuseum - Peter-Behrens-Bau

Essener Straße 80, 46047 Oberhausen, Deutschland

Wo Sie uns finden:

Straße
Essener Straße 80
PLZ/Ort
46047 Oberhausen
Land
Deutschland
Telefon
02234/9921-555
Fax
02234/9921-300

Web
http://www.industriemuseum.lvr.de
E-Mail
info@kulturinfo-rheinland.de
Öffnungszeiten
Mo: geschlossen
Di: 10:00 – 17:00
Mi: 10:00 – 17:00
Do: 10:00 – 17:00
Fr: 10:00 – 17:00
Sa: 11:00 – 18:00
So: 11:00 – 18:00
Eintritt
Erwachsene: 4 €; ermäßigt 3 €

Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben im LVR-Industriemuseum freien Eintritt!

Beschreibung

Dauerausstellung "Peter Behrens - Kunst und Technik"

Im April 2018 jährt sich der Geburtstag des in Hamburg geborenen Künstlers und Autodidakten Peter Behrens zum 150. Mal. Dies ist der Anlass, ihm eine neu konzipierte Dauerausstellung in der 5. Etage des Peter-Behrens-Baus zu widmen.

Peter Behrens zählt zu den bedeutendsten deutschen Architekten und war ein Pionier des modernen Designs. Sein künstlerisches Schaffen umfasst fast alle Bereiche der Gestaltung: Möbel, Keramik, Porzellan und Bestecke, Kleider, Tischdecken und Servietten sowie Gebrauchsgrafik und Plakate.
Als Künstlerischer Beirat der AEG prägt er deren Corporate Design. Er wird zum einflussreichen Industriearchitekten und –designer. In Behrens‘ Atelier nahmen die Karrieren der späteren Bauhaus-Künstler Walter Gropius, Ludwig Mies van der Rohe und Adolf Meyer ihren Anfang. Le Corbusier zählte ebenfalls für einige Zeit zu seinen Mitarbeitern.

Die Verbindung von „Kunst und Technik“ war Behrens‘ zentrales Anliegen, das er in zahlreichen Schriften und öffentlichen Vorträgen diskutierte. Heute noch gebräuchliche Firmenlogos für AEG und MAN und der Schriftzug „Dem Deutschen Volke“ am Reichstagsgebäude in Berlin stammen aus seiner Feder, genauso wie die Entwürfe für die AEG-Turbinenhalle in Berlin-Moabit, das Hoechst-Verwaltungsgebäude in Frankfurt am Main und das Hauptlagerhaus der Gutehoffnungshütte in Oberhausen, das heute als Peter-Behrens-Bau das Depot des LVR-Industriemuseums beherbergt.

Die neue Dauerausstellung präsentiert eigens nach Originalentwürfen entwickelte Architekturmodelle, die von der Peter Behrens School of Arts der Hochschule Düsseldorf umgesetzt wurden und zahlreiche aktuelle und historische Fotografien seiner Bauten. Das Spektrum reicht von Behrens frühem eigenen Wohnhaus auf der Mathildenhöhe in Darmstadt bis hin zu den späten Werken wie die Tabakfabrik in Linz. Hinzu kommen etliche Exponate aus der Sammlung des LVR-Industriemuseums, darunter frühe Haushaltsgegenstände aus der Jugendstilzeit oder technische Geräte für namhafte Firmen wie AEG und Villeroy & Boch sowie Leihgaben aus anderen Instituten und von Privatsammlern. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Behrens‘ Schaffen als Architekt und Industriedesigner.

 

Der Peter-Behrens-Bau als Sammlungsdepot

Sind Dinge zu Museumsstücken geworden, kommen sie ins Depot. Das ist auch im LVR-Industriemuseum nicht anders. In langen Regalgängen und Hunderten von Schubladen und Kartons, auf Paletten und Kleiderbügeln werden die Objekte aufbewahrt. Kein Ort scheint dafür geeigneter zu sein als das ehemalige Hauptlagerhaus des Gutehoffnungshütte-Konzerns (GHH), das dem LVR-Industriemuseum als zentrales Sammlungsdepot dient. Blick in Textilsammlung mit vielen aufgereihten Kleidungsstücken Der berühmte Architekt und Industriedesigner Peter Behrens entwarf das Lagerhaus 1920 im Auftrag der GHH. Sein Entwurf folgte der Formensprache des Bauhauses und der Neuen Sachlichkeit und verkörperte damit die damals gängigen Vorstellungen in der Industrie: alles Betriebliche möglichst zu rationalisieren und zu konzentrieren. 1925 war das rund 90 Meter lange Gebäude fertig gestellt. Entstanden war ein horizontal betonter, kubisch orientierter Baukörper in Stahlskelettbauweise. Die stählerne Konstruktion wurde von einem massiven Mauerwerk aus Backstein ummantelt. Die Tragfähigkeit der insgesamt sieben Geschosse passte man den Lagerbedürfnissen an. Entsprechend der Maßgabe, „das Schwere unten, das Leichte obenauf" variiert sie von 5000 bis 500 kg pro Quadratmeter. Jahrzehntelang bewahrte hier der GHH-Konzern alle für den Betrieb des Unternehmens notwendigen Ersatzteile und Verbrauchsgüter auf: von der Schraube über den Fahrradschlauch bis zum Schreibpapier. Blick in befüllte Regale mit Sammlungsobjekten Nach endgültiger Aufgabe des Stahlstandorts Oberhausen Anfang der 1990er Jahre stand das Hauptlagerhaus für eine neue Nutzung zur Verfügung. 1993 erwarb der Landschaftsverband Rheinland dieses herausragende Werk der Industriearchitektur. Nach einer behutsamen Sanierung des seit 1989 unter Denkmalschutz gestellten Gebäudes nahm das LVR-Industriemuseum 1998 sein neues Zentraldepot in Betrieb: den nach dem Namen seines Architekten bezeichneten Peter-Behrens-Bau.

Ort auf der Karte

Service

Anreise


Anbindung ÖPNV
Ab Oberhausen Hbf mit den Buslinien 957 oder 956 (Haltestelle Oberhausen TZU) ca. 5 Minuten Fußweg.

Barrierefreiheit

Eingänge und Wege zum Gebäude


  • Zugang stufenlos
  • Zugang mit Rampe

Aufzüge im Gebäude


  • Zugang stufenlos