Mühlenmuseum Dinslaken-Hiesfeld

Am Freibad, 46539 Dinslaken, Deutschland

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Straße
Am Freibad
PLZ/Ort
46539 Dinslaken
Land
Deutschland
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0 20 64 / 94188
Fax
-

Web
http://www.muehlenmuseum-dinslaken-hiesfeld.de
E-Mail
duscha@t-online.de

Beschreibung

Im Dinslaken‑Stadtteil Hiesfeld bewahrt das Hiesfelder Mühlenmuseum zwei historische Mühlen als Ensemble: die Turmwindmühle an der Sterkrader Straße und die Wassermühle gegenüber dem Rittergut Haus Hiesfeld.

 

Das Museum entstand 1991 in den Gebäuden der Wassermühle und ist das Ergebnis umfangreicher bürgerschaftlicher Restaurierungsarbeit, die bereits mit einem Förderverein ab 1976 begann. Nach der Sicherung der Windmühle folgte 1979 die Rettung der alten Paumühle; der Verein übernahm danach die Betreuung beider Anlagen und erweiterte das Museumsareal später um ein weiteres Gebäude.

 

Die Wassermühle selbst reicht baulich bis in das 17. Jahrhundert zurück; das Fachwerkhaus entstand um 1693, das benachbarte Backsteingebäude folgte um 1900. Historisch war die Mühle eng mit dem Gutshaus verbunden und ist bereits im Mittelalter als Hofmühle belegt. Der Beiname Paumühle geht auf den Richter Johann Pauwe aus der Zeit um 1500 zurück. Typische Nutzungswechsel – von Getreide und Öl hin zur Verarbeitung von Rinde für die Lederherstellung – spiegeln wirtschaftliche Wandlungen in der Region. Nach Einstellung des Betriebs in den 1920er Jahren nutzte man die Gebäude wechselnd; erst die spätere Wiederherstellung machte den Standort erneut zugänglich. Die Wassermühle steht seit 1984 unter Denkmalschutz. Mahlbetrieb findet heute nicht statt, unter anderem wegen zu geringer Wasserführung im Rotbach und aus Gründen des Denkmalschutzes.

 

Die Turmwindmühle an der Sterkrader Straße wurde 1822 im holländischen Stil errichtet: ein konischer Ziegelturm mit drehbarer Haube und Flügelkreuz. Sie diente als Getreide‑ und Lohmühle, verfügte über mehrere Mahlgänge und gliedert sich auf vier Etagen. Bekannt ist sie auch als Eickhoff‑Mühle, benannt nach einem ihrer frühen Betreiber. Der Betrieb endete etwa ein Jahrhundert nach der Errichtung; Beschädigungen im Jahr 1945 und anschließender Verfall führten zu Reparaturen in den 1950er Jahren und zur musealen Nutzung durch den Verein. Auch die Windmühle ist seit 1984 denkmalgeschützt.

 

Im Inneren des Mühlenmuseums werden traditionelle Mühlentechnik und Gerätschaften gezeigt. Zwei Gebäude beherbergen über 60 detaillierte Dioramen, die verschiedene Mühlentypen weltweit nachbilden, darunter Wind‑, Wasser‑, Schiff‑ und Fluttermühlen. Ergänzt werden die Dauerausstellungen durch wechselnde Sonderausstellungen und Veranstaltungen. Im Mühlenhof erinnert ein kleines Backhaus mit gelegentlicher Brotbereitung an die handwerklichen Bezüge früherer Zeiten.

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