Magnetmuseum

Ostkirchstraße 177, 44287 Dortmund, Deutschland

Wo Sie uns finden:

Straße
Ostkirchstraße 177
PLZ/Ort
44287 Dortmund
Land
Deutschland
Telefon
0231 4501 271
Web
https://tridelta.de/de/magnetmuseum

Beschreibung

Auf dem Werksgelände der Unternehmensgruppe Tridelta in Dortmund-Aplerbeck veranschaulicht das Magnetmuseum die technische und industrielle Entwicklung permanenter Magnete. Es ist ein privates Spezialmuseum zur Magnettechnik und steht in direktem Zusammenhang mit der ehemaligen Magnetfabrik Aplerbeck.

Das Haus befindet sich an dem Standort, an dem zuvor die Magnetfabrik der Aplerbecker Hütte betrieben wurde; die Unternehmensgruppe Tridelta fertigt hier weiterhin unter anderem Dauermagnete für die Elektroindustrie.

Gegründet wurde das Museum am 27. August 1999; den Aufbau der Sammlung trieben maßgeblich zwei ehemalige Mitarbeiter der Magnetfabrik voran. Nach einer betrieblich veranlassten Schließung im Oktober 2005 fand das Museum neue Räume auf dem Tridelta-Gelände und wurde am 20. Juni 2013 in den früheren Geschäftsleitungsräumen der Deutschen Edelstahlwerke wieder eröffnet.

Die Sammlung umfasst rund 35 Tonnen Exponate, wobei ein Teil der Stücke nicht dauerhaft ausgestellt, sondern eingelagert ist. Die Dauerausstellung vermittelt historische und aktuelle Anwendungen von Dauermagneten mit Schwerpunkt Elektrotechnik. Vorgestellt werden die Entwicklung der Werkstoffe und ihre Nutzung in Geräten wie Zählern, Lautsprechern, Telefonen, Schaltern, Relais, Uhren, Messgeräten, Kleinmotoren, Generatoren sowie in Bremsen etwa Hysteresebremsen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die wechselhafte Geschichte der Magnetfabrik Aplerbeck.

Die industrielle Herkunft des Standorts reicht bis 1920 zurück, als die Magnetproduktion als Teil der Aplerbecker Hütte begann und zunächst vor allem AlNiCo-Permanentmagnete hergestellt wurden. Nach der Übernahme durch die Deutsche Edelstahlwerke AG im Jahr 1927 entstanden in den Jahren 1938–1940 neue Fabrik- und Bürogebäude, in denen zeitweise bis zu 1.700 Beschäftigte tätig waren. Mitte der 1970er Jahre ging die Fabrik in den Thyssen-Konzern über. In den 1990er Jahren trennten sich Produktion und Handel in mehreren Schritten; die eigentliche Fertigung in Aplerbeck wurde 1997 an die Unternehmensgruppe Tridelta verkauft, die dort weiterhin Dauermagnete herstellt. Die handelsorientierten Einheiten entwickelten sich über verschiedene Umfirmierungen und Standortwechsel bis zur Integration in die ThyssenKrupp-Schulte-Strukturen und den späteren Sitzwechsel nach Essen.

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