Martin von Wagner Museum der Universität Würzburg

Residenzplatz 2 A, 97070 Würzburg, Deutschland

Wo Sie uns finden:

Straße
Residenzplatz 2 A
PLZ/Ort
97070 Würzburg
Land
Deutschland
Telefon
0931 3183418
Fax
-

Web
http://www.uni-wuerzburg.de/museum/

Beschreibung

Im Südflügel der Würzburger Residenz beherbergt das Martin von Wagner Museum der Universität Würzburg die kunsthistorischen Sammlungen der Hochschule und nutzt diesen Standort seit 1963. Die Bestände reichen über rund 5.000 Jahre Kunst- und Kulturgeschichte und dokumentieren in hoher Qualität antike, mittelalterliche und neuzeitliche Zeugnisse.

 

Die Verbindung zwischen Sammlung und universitärem Unterricht reicht bis in die späten 1700er Jahre zurück; die institutionelle Sammlung entstand 1832 mit der Einrichtung eines „Ästhetischen Attributs“ zur Unterstützung der kunsthistorischen und archäologischen Forschung. Öffentliche Zugänglichkeit bestand ab 1837. Einen markanten Einschnitt bildete 1857 die umfangreiche Schenkung des Namensgebers Martin von Wagner, die antike Bildwerke, Tausende von Handzeichnungen und Kupferstichen vor allem italienischer Provenienz enthielt und den Schwerpunkt auf Italienische Kunst legte. Ergänzungen aus anderen Bestandsbereichen erweiterten danach den Überblick über die europäische Kunstgeschichte; im 19. und 20. Jahrhundert kamen weitere Sammlungsfelder hinzu. Bis 2014 wurden die Sammlungen von den Ordinariaten der entsprechenden Fachbereiche geleitet; seither arbeitet das Museum organisatorisch eigenständig.

 

Die Sammlung gliedert sich in eine Antikensammlung, eine Neuere Abteilung mit Gemäldegalerie sowie eine umfangreiche Graphische Sammlung. Die Antikensammlung umfasst Funde aus dem Mittelmeerraum vom 3. Jahrtausend v. Chr. bis in die Spätantike; besonders hervorzuheben sind etwa 5.000 griechische Vasen — eine der größten Zusammenstellungen in Deutschland — sowie bedeutende Einzelstücke wie antike Vasen und Reliefs. Ein Münzkabinett wurde 2019 nach dem Zugang zahlreicher antiker Münzen neu eröffnet. Die Gemäldegalerie zeigt deutsche, niederländische und italienische Malerei vom 13. bis 20. Jahrhundert und enthält Werke italienischer, niederländischer und deutscher Meister sowie Skulpturen, darunter Arbeiten aus der Schule von Tilman Riemenschneider. Die Graphische Sammlung umfasst rund 16.000 Handzeichnungen und 14.000 Druckblätter mit Arbeiten unter anderem von Albrecht Dürer, Federico Barocci und Giovanni Battista sowie Giovanni Domenico Tiepolo.

 

Die laufende Arbeit des Museums wird teilweise durch den Martin-von-Wagner’schen Stiftungsfonds mitgetragen.

Ort auf der Karte

Weitere Museen in der Nähe