Museum Burg Linn

Rheinbabenstraße 85, 47809 Krefeld, Deutschland

Wo Sie uns finden:

Straße
Rheinbabenstraße 85
PLZ/Ort
47809 Krefeld
Land
Deutschland
Telefon
02151 - 155 390
Fax
-

Web
http://www.krefeld-city.de/burglinn.html

Beschreibung

Im Krefelder Stadtteil Linn befindet sich das Museumszentrum Burg Linn; es vereint Burg Linn mit dem kurfürstlichen Jagdschlösschen in der Vorburg, dem Archäologischen Museum (früher Niederrheinische Landschaftsmuseum) und der Außenstelle Geismühle.

Die polygonale Rundburg geht auf das 12. Jahrhundert zurück. Im Spanischen Erbfolgekrieg wurde sie 1704 völlig zerstört; ab 1926 setzte eine umfassende Restaurierung ein, im Zuge derer die Anlage zum Landesmuseum ausgebaut wurde. In den 1980er Jahren erhielt die Burg ein Dach, das aus denkmalpflegerischer Sicht nicht passend ist, und der Bergfried wurde mit einem erhöhten Aufsatz versehen, der als Aussichtspunkt über Linn und den Burgpark dient. In den Räumen werden die Baugeschichte und das frühere Leben auf der Anlage thematisiert; zudem finden kulturelle Veranstaltungen und Trauungen statt. Der Burgpark wurde 2004/2005 in die „Straße der Gartenkunst zwischen Rhein und Maas“ aufgenommen.

Das barocke Jagdschlösschen in der Vorburg stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde für Kurfürst Clemens August von Bayern errichtet; 1930 wurde es dem Landesmuseum Burg Linn angeschlossen. Präsentiert werden eingerichtete Krefelder Bürgerzimmer des 18. und 19. Jahrhunderts, darunter das Marianne-Rhodius-Zimmer sowie Räume, die Familien wie Von-der-Leyen, De-Greiff und Von-Beckerath gewidmet sind. Ein weiterer Saal erinnert an die Schlacht bei Krefeld, und eine vollständig eingerichtete niederrheinische Bauernküche ergänzt die museale Darstellung. Zur Sammlung gehören mechanische historische Musikinstrumente wie Flötenuhren, Spieldosen, Drehorgeln, automatische Klaviere und das Ballsaalorchestrion „Clarabella“. An der Schlossfassade befindet sich ein mechanisches Glockenspiel mit Meißener Porzellan-Glocken, das Melodien aus Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ und die „Wanderschaft“ von Wilhelm Müller erklingen lässt.

Das Archäologische Museum umfasst archäologische, landeskundliche und volkskundliche Bestände sowie eine Halle für Sonderausstellungen. Der Ausstellungsort entstand aus einem während des Zweiten Weltkriegs geplanten standardisierten Hochbunker an der Rheinbabenstraße; im Zuge des „Führer-Sofortprogramms“ vom 10. Oktober 1940 waren zahlreiche Bunker vorgesehen, und bereits bei der Planung war eine spätere Nutzung als Museum berücksichtigt. Der Grundriss wurde so verändert, dass nachträgliche Fensteröffnungen und breitere Treppen möglich wurden. Ab 1952 diente das umgebaute Gebäude als „Heimathaus des Niederrheins“, wurde erweitert und zeigt Funde aus Burg Linn, dem Gräberfeld Gellep/Gelduba und der Umgebung Krefelds.

Die Geismühle, etwa 2,5 Kilometer südwestlich der Burg gelegen, war ursprünglich ein Wachturm der Burg und wurde später zu einer Windmühle umgebaut. Sie wurde 2006/2007 restauriert, ist funktionstüchtig und gehört als Außenstelle zum Museumszentrum.

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