Museum der Natur und Umwelt Cottbus

Am Amtsteich 17-18, 03046 Cottbus, Deutschland

Wo Sie uns finden:

Straße
Am Amtsteich 17-18
PLZ/Ort
03046 Cottbus
Land
Deutschland
Telefon
0355/4939742.
Fax
-

Web
http://www.cottbus.de/gaeste/wissenswertes/museen/museum_der_natur_und_umwelt

Beschreibung

Das Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst - Dieselkraftwerk Cottbus befindet sich auf der Mühleninsel im Goethepark im Cottbuser Stadtteil Mitte und nutzt ein historisches Elektrizitätswerk, das als Baudenkmal eingetragen ist.

Ursprünglich entstand in Cottbus bereits 1902 ein erstes Elektrizitätswerk am Mühlgraben. Mit steigendem Strombedarf zeichnete sich Anfang des 20. Jahrhunderts die Notwendigkeit eines zweiten Werks ab; Planungen von 1914 blieben jedoch wegen des Ersten Weltkriegs liegen. Ab 1920 bezog die Stadt zusätzlichen Strom vom Kraftwerk Trattendorf, entschied sich aber 1926 erneut für den Bau eines eigenen Dieselkraftwerks. Das ausgewählte Areal lag zwischen Mühlgraben und Amtsteich, der Bau von Schalthaus und Maschinenhalle begann im April 1927. Das Schalthaus nahm Mitte Januar 1928 den Betrieb auf; am 17. Februar 1928 wurde das Werk an das städtische Lichtversorgungsnetz angeschlossen und am 1. April 1928 offiziell eingeweiht. 1959 wurde der Betrieb infolge des Braunkohlebergbaus in der Region eingestellt; die Stadt bezog fortan Strom aus den Kraftwerken Lübbenau und Vetschau sowie aus dem Gaskombinat Schwarze Pumpe. Nach der Stilllegung diente das Gebäude einer regionalen Energieversorgungsgesellschaft als Werkstatt. Seit 1975 steht es unter Denkmalschutz. Nach einer umfassenden Sanierung zwischen 2005 und 2008 zog das dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus im Mai 2008 in das ehemalige Kraftwerksgebäude; 2017 erfolgte die Fusion mit dem Museum Junge Kunst Frankfurt (Oder) zur heutigen Institution.

Das Bauwerk ist eine mit Klinkern verfugte Stahlbetonkonstruktion mit flachen Satteldächern; die Wände zwischen den tragenden Stahlbetonelementen sind in Mauerwerk ausgeführt. Die Fassade zeigt hohe Fensterbahnen mit lisenenartigen Vorsprüngen sowie profilierte Fensterumrahmungen. In der Maschinenhalle erhalten ist ein Brückenkran mit einer 19 Meter weiten Spannweite und einer Tragfähigkeit bis zu 30 Tonnen. Das dreigeschossige Schalthaus besitzt spitzbogig gestaltete Fenster an der Längsseite; der Treppenturm an der Ostfassade ist mit hochgezogenen, spitz endenden Fensteröffnungen durchzogen und diente während des Betriebs auch der Einspeisung per Überlandleitung. Die Kellermauern sind bis zur Geländeoberkante in Stahlbeton ausgeführt, die darüber liegenden Wände in Mauerwerk.

Technisch wurden in der Maschinenhalle Schiffsdieselmotoren mit einer Leistung von etwa 1500 PS eingesetzt, welche einen Gleichstromgenerator antrieben; zusätzlich waren Umformersätze zur Umwandlung von Gleich- in Wechselstrom vorhanden. Das Fundament war für einen zweiten Motorsatz vorbereitet. Im Schalthaus waren die Schalter für die 20-kV-Leitung des Kraftwerks Trattendorf und getrennt davon die Schalter für die städtischen 3-kV-Unterstationen untergebracht. Nach der Stilllegung wurden die technischen Anlagen demontiert.

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