Im denkmalgeschützten Bau der ehemaligen Städtischen Sparkasse von 1924 beherbergt das Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK) in Dortmund Bestände, die Einblicke in die Kulturgeschichte der Stadt und der Region geben. Die Sammlungen umfassen Malerei, Skulptur, Möbel und Kunsthandwerk und reichen chronologisch von Ur- und Frühgeschichte bis zum 20. Jahrhundert.
Die städtische Sammlung geht auf einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung von 1883 zurück und zog in den folgenden Jahrzehnten mehrfach um, unter anderem um die Wende zum 20. Jahrhundert ins Alte Rathaus und ab 1911 in das so genannte Oberbergamt. In den 1930er-Jahren erfolgte eine inhaltliche Neuorientierung mit einer stärkeren Ausrichtung auf bildende Kunst; 1937 wurde die archäologische Abteilung ausgegliedert. Im gleichen Jahr fielen zahlreiche Werke der nationalsozialistischen Aktion „Entartete Kunst“ zum Opfer. Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Bestände ausgelagert und so vor der Zerstörung bewahrt; in dieser Zeit erhielt die Sammlung ihren heutigen Namen.
Nach 1945 wurde die gesicherte Sammlung ab 1946 im Schloss Cappenberg gezeigt und durch kirchliche Kunst aus zerstörten westfälischen Kirchen ergänzt, darunter der Marienaltar von Conrad von Soest. Die Museumswerkstatt beteiligte sich an Restaurierung und Forschung. Mangels Mittel für einen Neubau entwickelte sich in Cappenberg eine dauerhafte Präsentation, die durch historische westfälische Möbel ergänzt wurde, um Wohnwelten von Gotik bis Jugendstil zu dokumentieren. 1977 beschloss der Stadtrat den Umzug in das Gebäude der alten Stadtsparkasse an der unteren Hansastraße; das Haus wurde 1983 als neues Museum eröffnet. Die Integration von Kunstwerken mit kunsthandwerklichen und historischen Objekten sowie die museumspädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen wurden besonders gewürdigt.
Das MKK nutzt seine Räume auch für überregionale Ausstellungen. Eine ständige Ausstellung zur Geschichte des Vermessungswesens wird vom Förderkreis Vermessungstechnisches Museum betreut und zeigt seltene geodätische Instrumente. Dem MKK ist als Außenstelle das Deutsche Kochbuchmuseum am Ostwall 60 angegliedert. Zu den Sammlungsbereichen zählen Ur- und Frühgeschichte, Antiken, christliche Kunst des Mittelalters, Kultur des 16.–18. Jahrhunderts, Gemälde des 19. Jahrhunderts (u. a. Caspar David Friedrich, Max Slevogt, Lovis Corinth, Anton von Werner), eine original erhaltene Apotheke aus Ahlen sowie Wohn- und angewandte Kunst bis zum 20. Jahrhundert, darunter ein Mercator-Erdglobus von 1541.