Im Ortsbild von Neukirchen-Vluyn nimmt das Museum Neukirchen-Vluyn die lokale Stadtgeschichte in den Blick; es liegt im Ortsteil Vluyn an der Pastoratstraße 1. Archivmaterial wird getrennt an der Hans-Böckler-Straße 26 verwahrt.
Die Sammlung geht zurück auf Bestände des Heimat- und Verkehrsvereins Vluyn, die seit 1976 in der damaligen Kulturhalle gezeigt wurden. Ab 1978 nutzte die Einrichtung die Kulturhalle als Heimatmuseum. Nach einer mehrjährigen Umbauphase wurde das Haus 1989 neu eröffnet. Mit Unterstützung des LVR erfolgte zwischen 2016 und 2018 eine inhaltliche Neukonzeption der Ausstellung.
Die Dauerausstellung stellt die Stadtgeschichte in den Mittelpunkt und verbindet wirtschaftliche, soziale und kulturelle Aspekte. Zu sehen sind die Präsentationen „Warenwelt“ und „Textilgeschichte“, Ausstellungen zu „Handel und Berufe“ sowie zur „Schulgeschichte“. Technische und wirtschaftliche Entwicklungen sind in der Abteilung „Mühlen, Transmission und Dampfmaschine“ dokumentiert. Sozialgeschichtliche Antworten auf die Industrialisierung werden unter dem Thema „Soziales Engagement als Antwort auf die Industrialisierung – Andreas Bräm und der Erziehungsverein“ behandelt, daneben wird „Nationalsozialismus in Neukirchen-Vluyn“ thematisch aufgearbeitet. Ergänzt wird das Angebot durch das „Familienmuseum“, das Alltags- und Lebenszusammenhänge vor Ort beleuchtet.