MUSEUM PETERSBERG

Hallesche Str 28, 06193 Petersberg, Deutschland

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Straße
Hallesche Str 28
PLZ/Ort
06193 Petersberg
Land
Deutschland
Telefon
034606/20229
Fax
034606/35778

Web
https://www.museum-petersberg.de/
E-Mail
foerderverein-petersberg@t-online.de

Beschreibung

Im Ortsbild von Petersberg (Saalekreis) nimmt das Museum Petersberg eine zentrale Rolle bei der Vermittlung regionaler Geschichte ein. Es stellt lokale Entwicklung und Kultur im Kontext des nördlichen Saalekreises in Sachsen-Anhalt dar.

 

Das Museum ist in einem restaurierten Vierseitenhof untergebracht, der ehemals als königlich-preußisches Forsthaus diente. Die Gebäudeteile stammen aus dem Jahr 1752, wurden weitgehend rekonstruiert und stehen heute unter Denkmalschutz. Träger ist der Förderverein Erholungsgebiet Petersberg e.V., der zugleich einen Tierpark unmittelbar am Petersberg betreibt.

 

Im Hauptgebäude informiert eine Dauerausstellung über das frühere Augustiner-Chorherrenstift auf dem Petersberg sowie über Konrad von Wettin, den Vorfahr und Begründer des sächsischen Königshauses. Ein zentrales Exponat ist ein Modell der Stiftskirche und weiterer Bauten, wie sie um 1200 bestanden. Ergänzt wird die Darstellung durch Originale und Nachbildungen zeitgenössischer Urkunden, Siegel sowie Hausrat und Kleidung, die Aufstieg und Niedergang des Stiftes veranschaulichen. Zusätzlich zeigt eine ständige Präsentation das dörfliche Handwerk im 18., 19. und frühen 20. Jahrhundert und verdeutlicht die wirtschaftliche Vielfalt der Region.

 

In den ehemaligen Wirtschaftsgebäuden thematisiert eine Ausstellung die Kultur- und Sozialgeschichte des 19. Jahrhunderts. Der Stroh- und Heuboden der Stallungen dient als Ausstellungsfläche zur politischen, wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung im nördlichen Saalkreis für die Jahre 1945 bis 1990. Eine historisch rekonstruierte Backstube beherbergt bei besonderen Anlässen ein traditionelles Holzbackofen-Brotbacken.

 

Seit dem 24. September 2016 zeigt eine Dauerausstellung auf Dauerleihgabe die Blechspielwarenfabrik Josef Kraus & Co. aus Nürnberg (Kraus Fandor) mit rund 350 Exponaten. Die Präsentation, gestaltet wie eine Produktionshalle, bietet bedienbare Vitrinen im Stil früher Industriemaschinen, sodass etwa Eisenbahnen nicht nur betrachtet, sondern bewegt werden können.

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