Museum Prien

Rathausplatz 1, 83209 Prien/Chiemsee, Deutschland

Wo Sie uns finden:

Straße
Rathausplatz 1
PLZ/Ort
83209 Prien/Chiemsee
Land
Deutschland
Telefon
+49 8051 92710
Web
https://www.tourismus.prien.de/erlebnisse/heimatmuseum-prien/?c=206

Beschreibung

In der Marktgemeinde Prien am Chiemsee setzt das heimatMuseum Prien seinen Schwerpunkt auf die Kultur- und Kunstgeschichte des westlichen Chiemgaus. Das Haus präsentiert regionale Exponate, die Alltag, Handwerk und künstlerische Traditionen der Umgebung dokumentieren.

Die Museumsgründung wurde 1913 aus lokalem Engagement getragen: nach umfangreichen Sammlungen in den Nachbargemeinden entstand ein Bestand von rund 1500 Objekten, der erstmals 1913 schriftlich erfasst wurde. Schenkungen aus dem 1911 aufgelösten Künstlerkreis „Bären und Löwen“ gaben den letzten Impuls zur Gründung. Ein prominentes Stück der Anfangssammlung war ein Jagdhut mit Zigarre und Votivmedaille aus dem Besitz der bayerischen Prinzessinnenfamilie, das öffentliches Interesse erregte. Zunächst präsentierte man die Bestände in Räumen des Schulhauses von 1877; die feierliche Übergabe an die Gemeinde erfolgte im Juli 1913, kurz darauf wurden die Räume für Besucher geöffnet.

In den folgenden Jahrzehnten kam es zu wiederholten Verlagerungen und Engpässen: politische Nutzung von Gebäuden und Lagerungen in Scheunen und Privathäusern zwangen die Sammlung mehrfach umzusiedeln. Für den historischen Bestand wurde ab 1938 ein Wohnanwesen aus dem Jahr 1837 als neues Museumshaus vorbereitet; zahlreiche originale Holzböden und Einbauten sind bis heute erhalten. Der Zweite Weltkrieg und seine Folgen führten zu weiteren Einschränkungen, temporären Beschlagnahmungen und Nutzung als Wohnraum für Vertriebene. Nach dem Krieg erfolgten erneute Öffnungen, in den 1960er Jahren eine umfassende denkmalgerechte Renovierung und ein Ausbau auf 18 Räume; in den 1970er- und 1980er-Jahren steigerte sich die Besucherzahl deutlich.

Ein fester Schwerpunkt des Hauses bildet die Galerie der Chiemseemaler. Ausgangspunkt war der Wunsch, regionale Malerei systematisch zu zeigen; Anfangs bildeten 16 Gemälde aus dem Kreis „Bären und Löwen“ den Kern der Sammlung. Zu den vertretenen Künstlern zählen unter anderem Hugo Kauffmann, Hermann Kauffmann, Julius Frank, Carl Roux, Felix Schlesinger, Julius Noerr, Wilhelm Marc und Heinrich Heidner. Schon im August 1945 fand in Prien eine der ersten freien Kunstausstellungen nach dem Krieg statt. Aufgrund von Platzmangel wurden die Gemälde 1985 zeitweise in die Galerie im Alten Rathaus verlagert; heute sind sie im Anbau des historischen Museums untergebracht, regionalthematisch ausgerichtet und von einer breiter gefächerten Rathausgalerie getrennt. Die neu geordnete Gemäldesammlung reicht von rund 1800 bis in die Gegenwart.

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