Museum Schnütgen

Cäcilienstraße 29-33, 50667 Köln, Deutschland

Wo Sie uns finden:

Straße
Cäcilienstraße 29-33
PLZ/Ort
50667 Köln
Land
Deutschland
Telefon
0221/221-22310
Fax
0221/221-28489

Web
http://www.museenkoeln.de/museum-schnuetgen/

Beschreibung

Im Kölner Stadtteil Altstadt-Süd bewahrt und zeigt das Museum Schnütgen eine umfangreiche Sammlung christlicher Kunst mit Schwerpunkt Mittelalter. Sein Ausstellungsbetrieb verbindet die romanische Basilika St. Cäcilien, in der das Museum seit 1956 untergebracht ist, mit dem 2010 fertiggestellten Neubau im Kulturquartier am Neumarkt, der die Präsentationsfläche deutlich erweiterte.

Die Sammlung geht auf die Schenkung von Alexander Schnütgen aus dem Jahr 1906 zurück; die Objekte wurden zunächst in einem Anbau des Kunstgewerbemuseums präsentiert, später ins Heribertkloster in Deutz verlegt. Kriegseinwirkungen führten zur Auslagerung und teilweisen Zerstörung von Beständen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Sammlung wieder zusammengeführt und in St. Cäcilien neu eröffnet; in den folgenden Jahrzehnten erfolgten mehrere Neuordnungen, Ausbauphasen und eine grundlegende Sanierung Anfang des 21. Jahrhunderts. Der Ausbau im Kulturquartier schuf erstmals Raum, um bedeutende Glasmalereien und viele bisher im Depot verwahrte Stücke öffentlich zu zeigen.

Heute umfasst der Bestand mehr als 13.000 Objekte, von denen regelmäßig nur ein Bruchteil ausgestellt werden kann. Der Sammlungsfokus liegt auf Werken des 11. bis 15. Jahrhunderts aus dem Rheinland, ergänzt durch Stücke aus späteren Epochen und anderen europäischen Kulturkreisen, etwa Byzanz. Typische Bestandsgruppen sind romanische und gotische Holz- und Steinskulpturen, Elfenbeinarbeiten, Goldschmiedekunst, liturgische Gewänder und Textilien sowie eine der bedeutenden Sammlungen mittelalterlicher Glasmalereien Europas.

Zu den herausragenden Exponaten zählen der Torso des Kruzifixus aus St. Georg, die Aachener Madonna, die Goldene Tafel aus St. Ursula und das Harrach-Diptychon (Dauerleihgabe). Das Museum versteht sich zugleich als Forschungsinstitut der Mittelalterforschung und wird in der internationalen Museumslandschaft mit Institutionen wie den Cloisters in New York und dem Musée national du Moyen Âge in Paris in einen Zusammenhang gestellt. Zahlreiche Kataloge und wissenschaftliche Veröffentlichungen dokumentieren die Bestände und die museumsgeschichtliche Entwicklung.

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