Museumskreuzer Otto Schülke

Nordhelmstraße 56, 26548 Norderney, Deutschland

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Nordhelmstraße 56
PLZ/Ort
26548 Norderney
Land
Deutschland
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info@otto-schuelke.de
Tags
Museumsschiff Rettungskreuzer DGzRS
Die Termine finden sie auf unserer Internetseite: https://otto-schuelke.de/Fuehrungen-buchen-Shop/
Standard-Eintrittspreis
kein Eintritt
Eintritt
Gegen Spende, die uns hilft das Schiff zu erhalten.

Beschreibung

Museumskreuzer „Otto Schülke“ – ein Schiff mit Geschichte

„Wir fahren raus, wenn andere reinkommen.“

Von 1969 bis 1997 war der Seenotrettungskreuzer „Otto Schülke“ auf Norderney stationiert. Fast drei Jahrzehnte lang lag sie an ihrem festen Platz im Hafen, mit weißem Rumpf und orangefarbenen Aufbauten, immer bereit. Heute liegt sie wieder da, wo sie hingehört: Seit dem 31. Juli 2021 ist sie zurück im Norderneyer Hafen, fahrbereit und wieder in leuchtendem Orange. Sie ist der einzige erhaltene Seenotkreuzer der DGzRS, der in seinem früheren Heimathafen liegt.

Ein Name mit Gewicht
Der Namensgeber, Otto Schülke (1914–1967), war Rettungsmann auf dem Seenotkreuzer „Adolph Bermpohl“. Am 23. Februar 1967 kam die gesamte Besatzung bei einem Einsatz im Orkan vor Helgoland ums Leben. Das Schiff erinnert an ihn und an alle, die auf See geblieben sind.

Die Nacht der „Alfried Krupp“
In der Nacht vom 1. auf den 2. Januar 1995 verunglückte der Borkumer Kreuzer „Alfried Krupp“ auf der Rückfahrt von einem Einsatz schwer. Die „Otto Schülke“ lief um 22:50 Uhr aus, mit vier Mann: Vormann Peter Saß, Maschinist Hermann Janssen, Michael Ulrichs und dem freiwilligen Retter Berend Dirksen. Draußen herrschte Orkan. Die Seen kamen von allen Seiten, die Brandung donnerte auf den Sänden vor den Seegatten.

Mit ihren knapp 19 Metern suchte die „Otto Schülke“ den fast doppelt so schweren, mehr als sieben Meter längeren Kreuzer. Im Lichtkegel des Suchscheinwerfers tauchte er immer wieder auf und verschwand wieder. Ein Anlauf nach dem anderen misslang. Einmal schwenkte das Heck der „Krupp“ nur etwa zwei Meter vor dem Bug vorbei. Dann gelang die Leinenverbindung, und die „Otto Schülke“ schleppte den Havaristen durch die Nacht in Richtung Eemshaven. Zwei Männer der „Alfried Krupp“ überlebten, auch weil dieser Einsatz glückte. Der Vormann Bernhard Gruben und der Maschinist Theo Fischer kamen ums Leben. Die Nachricht erreichte die Retter erst auf dem Schleppweg, und sie hat sie tief getroffen. Die „Otto Schülke“ selbst blieb unbeschädigt.

Schlicht, robust, original
Moderne Technik suchst du hier vergeblich. Die „Otto Schülke“ ist ein Arbeitsschiff, gebaut 1969 bei Fr. Schweers in Bardenfleth und bis heute weitgehend im Originalzustand. Du siehst die einfache Ausstattung, mit der die Besatzung damals bei jedem Wetter hinausfuhr. Dazu gehören:

  • der offene obere Fahrstand, von dem aus bei Wind und Gischt gesteuert wurde
  • die Hauptmaschine, ein MTU-Dieselmotor mit 710 kW (965 PS), seit 1977 an Bord
  • das Tochterboot „Johann Fidi“
  • Kein Computer, Schalttechnik der 70er Jahre und ein enges Deck von dem aus gerettet wurde. 
  • Eine Kombüse und Schlafraum für vier Personen, so eng, das es heute keinem mehr zuzumuten wäre. 

Vom Dienst zum Museum
1997 wurde die „Otto Schülke“ durch die größere „Bernhard Gruben“ abgelöst und ging über Island nach Norwegen. 2018 gründeten Norderneyer den Verein, um sie zurückzuholen. Über 70.000 Euro Crowdfunding und viele Spenden machten 2019 den Kauf möglich. Heute tragen rund 190 Mitglieder das Schiff.

Komm an Bord
Seit Juni 2025 kannst du die „Otto Schülke“ bei einer geführten Tour erleben. Wir zeigen dir, wie es war: die Technik, die Einsätze, das Leben an Bord, hautnah und mit echten Geschichten aus fast 30 Jahren Seenotrettung auf der Nordsee. Die Führungen dauern etwa 45 Minuten, die Gruppen sind klein, und du stehst selbst an Deck, am oberen Fahrstand oder im Ruderhaus mit den Mannschaftsunterkünften.

Neugierig geworden?
Schau dich um, buch dir einen Termin, oder werde Teil der Crew. Schon ab 20 Euro bist du als Fördermitglied mit an Bord.

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Besichtungstermin

Die Crew vom Museumskreuzer „Otto Schülke“

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Barrierefreiheit

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Zusätzliche Informationen zum Thema Barrierefreiheit
Bis zum Schiff auf dem Ponton ist ein Zugang mit Rollstuhl oder Rollator möglich. Auf dem Schiff selber ist ein Besuch für Personen mit Handicap nicht möglich.

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