Naturwissenschaftliches Museum

Museumsberg 1, 24937 Flensburg, Deutschland

Wo Sie uns finden:

Straße
Museumsberg 1
PLZ/Ort
24937 Flensburg
Land
Deutschland
Telefon
0461 / 85 - 25 04
Fax
-

Web
http://www.naturwissenschaftliches-museum.flensburg.de/

Beschreibung

Auf dem Museumsberg in Flensburg präsentiert das Naturwissenschaftliche Museum Flensburg naturkundliche Sammlungen und Dauerausstellungen im Erdgeschoss des Heinrich-Sauermann-Hauses. Es gehört zu den Städtischen Museen der Stadt Flensburg; das geologisch-paläontologische Schaumagazin ist als Eiszeit-Haus Teil des Hauses. Das Institut vermittelt Kenntnisse zur Entstehung und Besiedlung der Landschaft zwischen nördlichem Schleswig-Holstein und dem südlichen Dänemark sowie zur lokalen Fauna und Flora unter dem Einfluss natürlicher und menschlicher Faktoren. Seine historischen Sammlungsbestände zählen zu den bedeutenden Quellen für Regionalforschung. Das Museum ist im Zentralregister biologischer Forschungssammlungen geführt.

Die Sammlungsgeschichte beginnt mit dem Ankauf einer geologischen Kollektion im Jahr 1913; seither wuchs der Bestand durch zahlreiche Ankäufe, Nachlässe und Schenkungen aus der Region. Während des 20. Jahrhunderts wechselten die Sammlungen mehrfach den Standort und wurden teils aus konservatorischen Gründen ausgelagert. Anfang des 21. Jahrhunderts bezog das Museum seine renovierten Räume im Heinrich-Sauermann-Haus; das Eiszeit-Haus als spezialisiertes Schaumagazin wurde in den Beständen eingerichtet und ergänzt die zentralen Ausstellungsflächen.

Die Bestände umfassen eine wissenschaftliche Studiensammlung, eine Museumsbibliothek, ein Bild- und Dokumentenarchiv sowie museumspädagogische Lehrsammlungen. Älteste Objekte datieren ins 19. Jahrhundert; Tagebücher und Provenienzunterlagen erlauben Einblicke in Entstehungszusammenhänge. Der Großteil des Materials stammt aus nördlichem Schleswig-Holstein und südlichem Dänemark; ergänzende Objekte ermöglichen Vergleiche mit Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Skandinavien und dem Baltikum.

Besondere Schwerpunkte sind die biologischen Sammlungen (Insekten, Vögel, Säugetiere), umfangreiche Herbarien sowie reichhaltige geologische und paläontologische Bestände. Die Schmetterlingskollektion mit Exemplaren aus dem 19. Jahrhundert und die Vogelsammlung mit historisch bedeutsamen Stücken bilden wichtige Vergleichsgrundlagen für Forschung und Artenschutzprojekte. Im Eiszeit-Haus dokumentieren Vitrinen, Modelle und eine umfangreiche Geschiebesammlung die Eiszeiten, fossile Funde von Kambrium bis Quartär und die Herkunft von Gesteinen.

Die Dauerausstellung auf rund 510 m² zeigt die prägenden Landschaftsräume der Region sowie einen eigenen Eiszeitbereich. Vermittlungsangebote, mediale Stationen und Lernplätze ergänzen die Exponate; das Freigelände mit Findlingsgarten und insektenfreundlichen Anlagen wird für Bildungsaktionen genutzt. Bibliothek und Archiv dienen als Arbeitsnachlass für naturkundliche Forschung.

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