Das Porsche Museum am Porscheplatz in Stuttgart-Zuffenhausen bildet das unternehmenseigene Werksmuseum der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG und veranschaulicht die technische und motorsportliche Geschichte der Marke.
Es steht im Stadtbezirk Zuffenhausen, im Stadtteil Zuffenhausen‑Schützenbühl, in unmittelbarer Nähe zum Betriebssitz und zu den Werkshallen. Der heutige Neubau wurde Ende Januar 2009 der Öffentlichkeit übergeben; bis Juni 2011 besuchten bereits eine Million Menschen das Museum. Mit annähernd 450.000 Gästen im Jahr 2015 rangiert es hinter dem Mercedes‑Benz‑Museum auf Platz zwei der meistbesuchten Museen in Stuttgart.
Das erste Werksmuseum öffnete 1976 in einer ehemaligen Motorenfertigungshalle und bot auf etwa 620 Quadratmetern wechselnde Präsentationen historischer Renn‑ und Serienfahrzeuge; das Konzept des „rollenden Museums“ ermöglichte die Vorführung fahrbereiter Exponate und ergänzende Filmbeiträge. Aufgrund des wachsenden Bestands und der gestiegenen Anforderungen an einen zeitgemäßen Ausstellungsort entschied das Unternehmen, ein neues Museum am Standort Zuffenhausen zu errichten. Nach Abschluss der Bauarbeiten wurde das Gebäude ab Ende 2008 mit Exponaten bestückt und am 31. Januar 2009 für Besucher geöffnet. Die Baukosten lagen bei rund 100 Millionen Euro. Bis Mitte 2011 entfielen etwa 35 % der Besucher auf internationale Gäste; auch Sonderausstellungen, etwa zur Rolle Ferdinand Porsches, gehören zum Programm.
Architektonisch erhebt sich das Museum über einem zweigeschossigen Sockelbau in leichter Hanglage. Darüber spannt ein polygonaler, scheinbar schwebender Überbau den stützenfreien Ausstellungsraum. Auf rund 5.600 Quadratmetern Präsentationsfläche sind etwa 80 Fahrzeuge zu sehen, die aus einem Sammlungsbestand von rund 450 vorzeigbaren Exponaten ausgewählt werden. Ein spiralförmiger Rundgang erschließt die Ausstellung, es gibt eine Werkstatt, ein Firmenarchiv, gastronomische Einrichtungen mit Blick auf das Werk sowie Konferenz- und Terrassenbereiche.
Die Sammlung reicht von frühen Prototypen wie dem Typ 64 und dem Porsche 356 „Nr. 1“ über ikonische Serienmodelle wie den Ur‑911 bis zu motorsportlichen Meilensteinen wie dem 917 oder dem 959 und technologisch wegweisenden Fahrzeugen wie dem Carrera GT. Teile der Präsentation wechseln regelmäßig; einzelne Exponate werden gelegentlich in Aktion gezeigt, und seit 2011 findet mit der Porsche Soundnacht ein regelmäßig wiederkehrendes Veranstaltungsformat statt. Das Museum bietet Führungen für verschiedene Zielgruppen an; Besichtigungen des Werks sind Teil des Vermittlungsangebots.