Saarländisches Bergbaumuseum Bexbach e.V.

Niederbexbacher Strasse, 66450 Bexbach, Deutschland

Wo Sie uns finden:

Straße
Niederbexbacher Strasse
PLZ/Ort
66450 Bexbach
Land
Deutschland
Telefon
06826/4887
Fax
06826/510884

Web
http://www.saarl-bergbaumuseum-bexbach.de
Tags
#Technik #Bergbau #Industrie

Beschreibung

Im Blumengarten von Bexbach liegt das Saarländische Bergbaumuseum; seine Ausstellungsräume sind im Hindenburgturm untergebracht, der zugleich als Aussichtsturm fungiert. Große Bergbaumaschinen wie Lokomotiven, Walzenkörper und neuere Hydraulikschilde ergänzen die Innenpräsentation in unmittelbar angrenzenden Freiflächenausstellungen im Garten.

Gegründet wurde das Museum 1934 und seitdem kontinuierlich erweitert. Sein Fokus liegt ausschließlich auf dem Steinkohlenbergbau an der Saar von den Anfängen im 15. Jahrhundert bis zur Mitte der 1980er Jahre. Weil großformatige Originalexponate die verfügbare Fläche beanspruchen, endet die Dauerausstellung zeitlich dort; Technik der Folgejahre wird ergänzend über DVD-Projektionen vermittelt.

Eine rekonstruierte unterirdische Bergwerksanlage zeigt die Arbeitswelt der saarländischen Bergleute. Sie veranschaulicht in zeitlicher Abfolge die Ausbauarten vom Holzaufbau über Stahlstempel bis zu hydraulischen Schilden. Über ein Druckluftsystem lassen sich während Führungen Arbeitsgeräte wie Bohrhammer oder Kohlendrehbohrmaschine in Betrieb nehmen; Besucher können diese Geräte selbst ausprobieren, was insbesondere für Kinder und Jugendliche intensiv wirkt.

Der Hindenburgturm ist in Etagen gegliedert: Eine Ebene widmet sich der wechselvollen Verwaltungs- und Territorialgeschichte der Saargruben bis zur heutigen Zuständigkeit durch die Deutsche Steinkohle AG. Weitere Ebenen behandeln Kokserzeugung, Bergbau auf andere Bodenschätze, Transport unter und über Tage sowie Sozialgeschichte mit Modell eines Bergmannshauses aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert. Technik- und Sicherheitsentwicklung, regionale Bergbaugeschichte von Bexbach und eine geologische Abteilung schließen an, bevor Waschkaue und Lampenstube den Zugang zur Untertageanlage bilden. Im separaten Anbau beleuchtet eine Sonderausstellung die Auswirkungen des Bergbaus auf Natur und Rekultivierung.

Der Blumengarten selbst bietet gestaltete Bereiche wie den Luxemburger und den Japanischen Garten, einen Kräutergarten, Seerosenteiche und Biotope sowie einen Wanderweg zur ehemals aufgeschütteten Halde Monte Barbara, deren Plateau von einer Statue der Heiligen Barbara gekrönt ist.

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