Stadtmuseum Bergkamen

Jahnstrasse 31/ Museumsplatz, 59192 Bergkamen, Deutschland

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Straße
Jahnstrasse 31/ Museumsplatz
PLZ/Ort
59192 Bergkamen
Land
Deutschland
Telefon
02306 - 30 60 21 0
Fax
-

Web
http://beam.to/stadtmuseum/

Beschreibung

Das Stadtmuseum Bergkamen in Oberaden versteht sich als regionales Haus für Kultur- und Naturgeschichte und wurde 1965 als Heimatmuseum gegründet.

Die Bestände waren von Anfang an im ehemaligen Verwaltungsgebäude der Gemeinde Oberaden untergebracht. Zwischen 1986 und 1988 wurde dieses Gebäude zum Museum umgebaut und etablierte sich als kultureller Schwerpunkt in Bergkamen. Parallel dazu entstand ein Förderverein, der das Museum unterstützt. 1990/91 zog die kommunale Galerie „sohle 1“ ein und bietet seither regelmäßig Ausstellungen zeitgenössischer Kunst mit Schwerpunkt auf regionalen Künstlerinnen und Künstlern. Zahlreiche Vereine und ehrenamtliche Gruppen, darunter ehemalige Bergleute, Künstler und Geschichtsdarsteller, beteiligen sich an der Museumsarbeit.

Die Sammlung umfasst Erdgeschichte, Archäologie, Stadtgeschichte und Bergbau. In der Abteilung Erdgeschichte wird die Bedeutung der Steinkohle für die Region thematisiert; Fossilien und Gesteine aus Sammlungen von Bergleuten und Lehrsammlungen ergänzen das Angebot und sollen künftig in einer Schausammlung präsentiert werden.

Der archäologische Bereich reicht von steinzeitlichen und bronzezeitlichen Funden bis zu einem Schwerpunkt auf Eisenzeit und römischer Präsenz. Die umfangreiche Sammlung zum Römerlager Oberaden erzählt auf über 300 m² die römische Geschichte an der Lippe. Ergänzend gibt es einen archäologischen Lehrpfad und den Römerpark Bergkamen mit einer 35 Meter langen rekonstruierten Holz-Erde-Mauer sowie weiteren Rekonstruktionsbauten.

Das Frühmittelalter wird künftig in der neuen Dauerausstellung stärker gewichtet. Funde aus einer Nekropole im Logistikpark A2 – unter anderem die Bestattungen eines Kriegers und einer Frau mit reichen Beigaben – sind typische Zeugnisse der Merowingerzeit. Bodendenkmäler wie die Bumannsburg und die Königslandwehr werden im Museum präsentiert und dienen als Ausgangspunkte für Exkursionen.

Die städtische Geschichte zeigt die Dezentralität des heutigen Stadtgebiets, das aus den ehemaligen Gemeinden Oberaden, Heil, Weddinghofen, Bergkamen, Overberge und Rünthe entstand. Vor der Industrialisierung war die Region agrarisch geprägt; mit dem Abteufen erster Schächte 1890, etwa für die Zeche Monopol Schacht Grimberg 1/2, setzte die Industrialisierung ein, begleitet von Kanalbau an der Lippe, Bahnanschluss und Siedlungsentwicklung. Die Gemeindefusion 1966–1969 schuf die Stadt Bergkamen, die jedoch keine einheitliche Zentralität entwickelte; die erwartet hohe Bevölkerungsentwicklung blieb aus. Der Strukturwandel nach der Kohlekrise bleibt ein zentrales Thema.

Der Bergbau wird in der Abteilung Barbarastollen zur Zeit von 1950 bis 1990 in einer teils privaten Schausammlung gezeigt. Auf dem Museumshof entstand durch ehrenamtliches Engagement ein Lehrstollen, und verschiedene technische Großgeräte sind dort ausgestellt.

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