Stadtmuseum Düsseldorf

Berger Allee 2, 40213 Düsseldorf, Deutschland

Wo Sie uns finden:

Straße
Berger Allee 2
PLZ/Ort
40213 Düsseldorf
Land
Deutschland
Telefon
0211-89-96170
Fax
-

Web
https://www.duesseldorf.de/stadtmuseum/

Beschreibung

Das Stadtmuseum Düsseldorf versteht sich als Ort, an dem Stadtgeschichte und Stadttheorie zusammengeführt werden. Es befindet sich im Palais Spee in Carlstadt, am südlichen Rand des historischen Stadtkerns von Düsseldorf.

Gegründet wurde das Haus 1874 als Historisches Museum; Grundlage bildeten frühe Schenkungen, darunter eine größere Gemäldesammlung aus dem Jahr 1873. In den Folgejahren zog das Museum mehrfach um und war an unterschiedlichen städtischen Orten untergebracht. In der Zwischenkriegszeit erfolgte die Verbindung mit dem Stadtarchiv und ab 1933 die Umbenennung in Stadtmuseum; während der nationalsozialistischen Herrschaft entstanden unter anderem eine „Germanenschau“ und eine Kriegssammlung. Der Zweite Weltkrieg zerstörte das Gebäude, der Sammlungskern blieb jedoch dank Auslagerungen erhalten. Nach dem Krieg fand das Museum mehrere neue Standorte, bevor es in das Palais Spee umzog und dort sukzessive erweitert wurde. Eine umfassende Neukonzeption wurde Anfang des 21. Jahrhunderts vorgestellt.

Die Bestände des Stadtmuseums reichen von der Ur- und Frühgeschichte bis zur Gegenwart. Archäologische Funde, Gemälde, Grafiken, Skulpturen, Möbel und Archivalien dokumentieren regionale Entwicklungen, etwa die Zeit der Vereinigten Herzogtümer Jülich‑Kleve‑Berg und die Herrschaft der Pfalz‑Neuburger Herzöge. Ein Schwerpunkt liegt auf Porträts frühneuzeitlicher Herrscher und bürgerlicher Akteure sowie auf einer umfangreichen Kupferstich‑Sammlung mit wichtigen topografischen Bildquellen des 16. Jahrhunderts. Die Abteilung zum 19. Jahrhundert bildet den Wandel Düsseldorfs von Residenz- über Garnisonsstadt zur Industriemetropole ab; sie enthält Kunstwerke, Alltagsgegenstände, Karikaturen und Bestände zur literarischen und musikalischen Szene. Die Bestände des 20. und 21. Jahrhunderts dokumentieren die lokale Kunstszene in Weimarer und NS‑Zeiten, die Verfolgung von Künstlern, die Nachkriegszeit und die städtebauliche wie kulturelle Entwicklung der Landeshauptstadt. Eine umfangreiche Fotografische Sammlung (rund 30.000 Aufnahmen) und eine Grafische Sammlung ergänzen die Bestände.

Inhaltlich verfolgt das Museum seit der Neupositionierung die Stadt als dynamisches soziales, kulturelles und räumliches Gefüge. Ausstellung, Forschung und Vermittlung sind auf stadttheoretische Fragestellungen ausgerichtet. Projekträume und ein zentrales Forum im Haus bieten Raum für Diskussionen zur lokalen und globalen Stadtentwicklung; ein Dokumentationsraum widmet sich zudem der künstlerischen Auseinandersetzung mit der Stadt. Besucherbeteiligung und ein offenes, intervenierbares Ausstellungsformat sind integraler Bestandteil des Konzepts.

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