Mehr als nur eine alte Villa
Seit der Gründung des Fördervereins hat sich das Stadtmuseum Ibbenbüren zu einem besonderen Schatzkästchen der Stadtgeschichte entwickelt.
Das Museum befindet sich in einer 1892 erbauten Villa an der Breiten Straße 9. Das repräsentative Gebäude erinnert an die Zeit des gehobenen Bürgertums. Ab etwa 1880 entstanden entlang der Breiten Straße zwischen Bahnhof und Mauritiuskirche zahlreiche herrschaftliche Wohnhäuser. Die Villa selbst wurde im Stil des Historismus nach Plänen des Architekten Julius Hövel errichtet.
Schon von außen vermittelt der gefällig gegliederte Backsteinbau mit seinen Sandsteinfassungen einen Eindruck bürgerlichen Wohlstands. Im Inneren erwarten die Besucher aufwändige Stuckdecken, ein reich verzierter Treppenlauf, Holzvertäfelungen, historisches Mobiliar und zahlreiche dekorative Details.
Wo einst eine wohlhabende Familie mit ihrem Dienstpersonal lebte, lässt sich heute die Wohnkultur und Lebensart der Gründerzeit entdecken. Die historischen Räume machen vergangene Zeiten anschaulich und geben einen Einblick in den Alltag und die Lebensverhältnisse der Menschen jener Zeit.
Ergänzt wird die Ausstellung durch zahlreiche Zeugnisse der Ibbenbürener Stadtgeschichte: Bücher, historische Dokumente, Karten, Pläne und Fotografien erzählen von der Entwicklung der Stadt und ihren Menschen.
Ein besonderer Publikumsliebling ist die große Ausstellung „Milchbar, Nierentisch und Tütenlampen“, die mit Möbeln, Alltagsgegenständen und vielen Erinnerungsstücken die Lebenswelt der 1950er Jahre wieder lebendig werden lässt.
Das Stadtmuseum Ibbenbüren lädt dazu ein, Geschichte nicht nur zu betrachten, sondern in den historischen Räumen selbst zu erleben.