Im Kölner Stadtteil Dünnwald befindet sich das Stellwerk Köln-Dünnwald, das sich der Präsentation historischer Signal- und Fernmeldetechnik im Eisenbahnwesen widmet.
Das Gebäude steht am ehemaligen Betriebsbahnhof „Köln-Dünnwald“ an der Bahnstrecke Mülheim-Speldorf–Troisdorf. Ursprünglich war der Bahnhof beidseitig an die Strecken nach Köln-Kalk und Opladen angeschlossen und wurde durch zwei mechanische Einheitsstellwerke betrieben. 1970 erhielt die Anlage auf der Köln-Kalk-Seite ein Gleisbildstellwerk der Bauart DrS2, das fortan die Steuerung des nun nur noch einseitig angebundenen Bahnhofs sowie mehrerer Bahnübergänge übernahm. In der Folgezeit wurde das Stellwerk zu einem Blockstellwerk zurückgebaut, das schließlich nur noch die Bahnübergänge sicherte; 2010 führte eine Modernisierung der Sicherungstechnik zur Außerdienststellung zugunsten aus Köln-Kalk gesteuerter Zentralblocksignale.
Ab 2011 begann der Umbau des Stellwerks zu einem Museum mit integrierter Eisenbahn-Betriebssimulation. Zentrales Ausstellungsstück ist die erhaltene DrS2-Drucktastenstellwerksanlage; die originale Relaistechnik ist hinter einer Verglasung im Bedienraum sichtbar erhalten geblieben. Ergänzt wird die Präsentation durch den betriebsfähigen Wiederaufbau eines frühen elektronischen Stellwerks aus dem Bahnhof Essen-Kupferdreh, ein SIMIS B aus dem Jahr 1991, einer Bauform, die bei der Deutschen Bahn bis Ende 2016 ausgemustert wurde (das Kupferdreher Stellwerk war bereits 2003 außer Betrieb genommen worden). Ein weiterer Ausstellungsbereich dokumentiert die innerbetriebliche Kommunikation: die komplette Telefonzentrale eines Stellwerks (Abfrage- und Vermittlungseinrichtung) wurde vollständig rekonstruiert.
Die Sammlung macht die technischen Übergänge von mechanischer über elektromechanische bis hin zu elektronischer Stellwerkstechnik nachvollziehbar und veranschaulicht die Bedeutung dieser Systeme für den sicheren Bahnbetrieb.