Stiftsmuseum Aschaffenburg

Stiftsplatz 1a, 63739 Aschaffenburg, Deutschland

Wo Sie uns finden:

Straße
Stiftsplatz 1a
PLZ/Ort
63739 Aschaffenburg
Land
Deutschland
Telefon
+49/(0)6021/330-463
Fax
+49/(0)6021/38674-30

Web
http://www.aschaffenburg.de/kultur_freizeit/museen/stift.htm
Tags
Historisch kirchlich

Beschreibung

Im Zentrum der Aschaffenburger Altstadt liegt das Stiftsmuseum der Stadt Aschaffenburg auf einem Hügel und verbindet die Sammlungen für Vor- und Frühgeschichte sowie für Kunst des Mittelalters, der Renaissance und des Barock mit dem historischen Ensemble der Stiftskirche St. Peter und Alexander über einen romanischen Kreuzgang.

Das Museum nutzt seit 1861 das ehemalige Kapitelhaus des Stiftes. Die heute aus mehreren spätmittelalterlichen Bauteilen bestehende Anlage wurde um den romanischen Kreuzgang angeordnet; die ältesten Baureste reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück. Nach der Säkularisation diente das Gebäude wechselnden Verwaltungs- und Bildungszwecken, unter anderem als Archiv, Bibliothek und Gerichtsstandort. Kriegsbedingte Schäden führten nach 1945 zur Auslagerung und späteren Rückführung der Bestände; umfassende Sanierungsarbeiten in den Jahren bis 1994 ermöglichten eine Neupräsentation der Räume und Sammlungen.

Die Ausstellung spannt einen Bogen von der Jungsteinzeit über die Römerzeit bis in das Mittelalter. Hervorzuheben sind die umfangreichen römischen Funde von den Limeskastellen am Untermain, die in einem Lapidarium sichtbar werden, sowie bedeutende Bodenfunde aus alemannischen und fränkischen Reihengräbern des 6. bis 8. Jahrhunderts. Eindrucksvoll sind auch die historisch erhaltenen Innenräume des Stifts: der Kapitelsaal des 12./13. Jahrhunderts, der sogenannte Gotische Saal aus dem 13. Jahrhundert, der Paramentenraum mit einer farbigen Stuckdecke von 1723 sowie ehemalige Karzer- und Kanonikerzimmer. Dekorative und originale Ausstattungsteile aus der Zeit um 1620 sind in einem neueren Kapitelsaal zu sehen.

Seit November 2009 zeigt das Haus dauerhaft den Stiftsschatz von St. Peter und Alexander sowie den Magdalenenaltar aus der Werkstatt Lucas Cranachs des Älteren. Zu den herausragenden Objekten zählt außerdem das sogenannte Schachbrett des Heiligen Rupert, das als eines der ältesten Spielbretter Deutschlands gilt.

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