Technik Museum

Am Technik Museum 1, 67346 Speyer, Deutschland

Wo Sie uns finden:

Straße
Am Technik Museum 1
PLZ/Ort
67346 Speyer
Land
Deutschland
Telefon
(0 62 32) 6 70 80
Fax
-

Web
http://speyer.technik-museum.de/

Beschreibung

Am Flugplatz von Speyer, nur wenige Gehminuten vom Zentrum entfernt, präsentiert das Technik Museum Speyer umfangreiche Sammlungen technischer Großobjekte und Sonderexponate.

 

Auf einer Hallenfläche von 25.000 Quadratmetern und einem Freigelände von rund 100.000 Quadratmetern werden Zeugnisse aus Fahrzeug- und Flugzeugbau gezeigt. Auf dem Gelände befinden sich zudem ein Marinehaus, ein Modellbaumuseum und ein IMAX-Kino mit kuppelförmiger Leinwand (Durchmesser 24 Meter, Projektionsfläche etwa 1000 m²). Im Forum des Museums gibt es kostenfreie Informationen zu den Transporten größerer Ausstellungsobjekte zum Technik Museum Speyer und zum Technik Museum Sinsheim.

 

Träger ist der gemeinnützige Verein Auto & Technik Museum mit mehr als 2.000 Mitgliedern. Als Ergänzung zum Auto & Technik Museum Sinsheim wurde die neue Ausstellungsfläche eröffnet; das Technik Museum Speyer nahm 1991 den Betrieb auf. Bedeutende Zugänge waren unter anderem das U-Boot U 9 (1993) und die Integration einer Marinemuseumsabteilung im selben Jahr. Das Besucherangebot wurde durch ein Hotel auf dem Gelände ergänzt und mehrfach erweitert.

 

Die zentrale Liller Halle hat eine eigene Vor- und Nachkriegsgeschichte: Sie entstand 1913 in Lesquin bei Lille, wurde während des Ersten Weltkriegs demontiert und nach Speyer verbracht, wo sie ab 1918 in Zusammenhang mit den Pfalz-Flugzeugwerken genutzt wurde. In den folgenden Jahrzehnten wechselte das Areal mehrfach seine militärische Nutzung; nach Stationen als Reparaturwerkstatt und Kaserne ging es 1986 an staatliche Stellen zurück. Anfang der 1990er Jahre wurde das Gelände erworben und schrittweise für museale Zwecke umgestaltet; Kantine und Offiziersbauten wurden umgenutzt, Liller Halle und Wilhelmsbau saniert und nördlich zusätzliche Eingangs- und Kinobauten angefügt.

 

Zu den herausragenden Exponaten zählen die Antonow An-22, das begehbare U-Boot U 9, der russische Prototyp der Raumfähre Buran (OK-GLI) in der Raumfahrthalle sowie eine Boeing 747-200 (D-ABYM), die in Fluglage auf einem 20 Meter hohen Stahlgerüst montiert ist. Die Raumfahrtausstellung dokumentiert die bemannte Raumfahrt von den Anfängen bis zur Internationalen Raumstation; die Buran-OK-GLI traf am 11. April 2008 per Schiffstransport ein. Eine originale Sojus-Raumkapsel ergänzte die Sammlung 2010. Viele Großexponate sind begehbar.

 

Der museumseigene Wilhelmsbau, oft als „Schatzkiste“ bezeichnet, führt auf drei Etagen durch Alltagskultur und Technikgeschichte der letzten zwei Jahrhunderte (u. a. historische Waffen, Puppen, Mode, Alltagsgegenstände, Uhrensammlung). Im Untergeschoss befindet sich eine der größten Sammlungen mechanischer Musikinstrumente mit über 100 noch spielfähigen Stücken (Theaterorgeln, Orchestrien, selbstspielende Klaviere, Drehorgeln, Polyphone, Grammophone). Viele Instrumente können gegen Einwurf eines Geldstücks oder einer Museumsmünze in Betrieb gesetzt werden.

 

Das Museum ist mit den Buslinien 564 und 565 an den Speyerer Hauptbahnhof angebunden.

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