Laichingen ist seit alter Zeit eine Stadt der Weber. Die Geschichte ihrer Bewohner ist deshalb durch die Jahrhunderte mit den Webern verknüpft. Nach Professor Dr. Rolf Walter war Laichingen sogar "Eines der wichtigsten Zentren der traditionellen Leinenweberei in Württemberg..." Der Beruf des Webers gehörte zu allen Zeiten nicht zu den sozial gut gestellten Tätigkeiten. Erst mit dem industriellen Zeitalter ist in Laichingen ein Wandel zum Besseren spürbar geworden. Doch bereits in der Mitte des 20. Jahrhunderts begann der Niedergang durch viel billigere Stoffe aus Indien und China. Aber auch heute gibt es in Laichingen noch zwei Firmen die qualitativ hochwerige Wäsche verkaufen.
Das Weberei- und Heimatmuseum ist im ehemaligen Heiligenhaus untergebracht, welches früher zur Kirchenburg, einer Befestigungsanlage gehörte, die rund um die St. Albanskirche (erste Urkundliche Erwähnung 1085) verlief. Diese Anlage, deren Befestigungsmauern und Gebäude bis in die heutige Zeit erhalten blieben, wurde im Jahre 1555 auf Anordnung von Herzog Christoph von Württemberg erstellt, um den durchziehenden Salztransporten während der Nacht Schutz zu gewähren.