Zeitgeschichtliches Forum

Grimmaische Str. 6, 04109 Leipzig, Deutschland

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Straße
Grimmaische Str. 6
PLZ/Ort
04109 Leipzig
Land
Deutschland
Telefon
+49 (0) 341/22 20-0
Fax
+49 (0) 341/22 20-500

Web
http://www.hdg.de/zfl/

Beschreibung

Im Zentrum von Leipzig befindet sich das Zeitgeschichtliche Forum, ein Museum der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Es widmet sich der deutschen Teilung, dem Alltagsleben in der kommunistischen Diktatur der DDR, dem Prozess der Wiedervereinigung sowie den politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen des vereinigten Deutschlands im 21. Jahrhundert.

Auf Empfehlung der Unabhängigen Föderalismuskommission erhielt die Stiftung 1992 den Auftrag, in Leipzig ein „Archiv der Deutschen Einheit“ aufzubauen. Auf der Grimmaischen Straße 6 wurde dafür ein Ausstellungs-, Dokumentations- und Informationszentrum eingerichtet; die Eröffnung erfolgte am 9. Oktober 1999, dem zehnten Jahrestag der Leipziger Großdemonstration. Seitdem nutzt das Haus Ausstellungen, Podiumsdiskussionen und Filmveranstaltungen, um historische und aktuelle Themen zu vermitteln.

Vor dem Museum prägt die Bronzeplastik „Der Jahrhundertschritt“ von Wolfgang Mattheuer den äußeren Raum und leitet in die Dauerausstellung über. Diese beginnt mit der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, stellt das Leben in der DDR dar und spannt den Bogen bis in die Gegenwart der Bundesrepublik. Die Montagsdemonstrationen 1989 in Leipzig gelten als zentraler Wendepunkt; die Präsentation am historischen Ort dokumentiert die Umbrüche in der DDR und Osteuropa sowie deren Auswirkungen auf Europa und die Weltpolitik.

Eine grundlegende Überarbeitung der Dauerausstellung, abgeschlossen 2018, richtet den Blick stärker auf die Phase nach der Wiedervereinigung und betont Themen wie das Zusammenwachsen, internationalen Terrorismus, Digitalisierung und Globalisierung. Zur Veranschaulichung der neueren deutschen Geschichte werden etwa 2000 Objekte, Fotos und Filme sowie zahlreiche Zeitzeugeninterviews eingesetzt.

Der künstlerische Nachlass von Johannes Hegenbarth (alias Hannes Hegen) und seiner Frau Edith wurde dem Haus übernommen. Nach vergeblicher Suche in Berlin entschloss sich Johannes Hegenbarth, das gemeinsame Œuvre einem Museum dauerhaft anzuvertrauen und unterzeichnete am 14. Juli 2009 die Schenkungsurkunde an die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.

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