Auf der Nordseeinsel Helgoland verknüpft das Museum Helgoland naturkundliche Bestände mit der Darstellung der lokalen Geschichte und richtet sich an Besucher, die an Umwelt und Inselkultur interessiert sind.
Das Haus steht unter dem Dach der Stiftung Nordseemuseum Helgoland, die 1996 gegründet wurde, und befindet sich in zentraler Lage auf der Insel. Seine Sammlungspraxis reicht historisch weit zurück: Ein erstes Museum wurde bereits 1899 eröffnet, ging jedoch am 18. Oktober 1944 verloren; damals galt die Vogelsammlung von Heinrich Gätke als Hauptattraktion.
In seiner modernen Form wurde das Museum über Jahre von engagierten Heimatfreunden betrieben und erlebte verschiedene Leitungsetappen mit wissenschaftlicher Führung in bestimmten Perioden. Seit 2006 wurde das Angebot räumlich erweitert: Ein Museumshof mit thematisch gestalteten Hummerbuden und einem Holz-Leuchtturm ergänzt die Innenpräsentationen, außerdem zeigt das Haus eine Replik der Helgoländer Steinkiste.
Ab 2020 baute die Stiftung das Programm um ein geschichtliches Bunkerprojekt aus. Ergänzend zum bereits länger nur im Rahmen von Führungen begehbaren Zivilschutzbunker im Oberland wurde im Unterland ein Bunkerstollen aufbereitet; rund 200 Meter des ehemaligen Systems wurden für eine Ausstellung nutzbar gemacht und Anfang Dezember 2022 eröffnet. Das Museum vermittelt damit sowohl naturkundliche als auch kriegs- und alltagsgeschichtliche Aspekte der Insel.