SEH Süddeutsches Eisenbahnmuseum Heilbronn

Leonhardstraße 15, 74080 Heilbronn, Germany

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Germany
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Web
https://www.eisenbahnmuseum-heilbronn.de/
Tags
Eisenbahn

Description

Im Heilbronner Stadtteil Böckingen lag das Süddeutsche Eisenbahnmuseum Heilbronn (SEH) auf dem Gelände des ehemaligen DB-Bahnbetriebswerks Heilbronn und präsentierte dort historische Eisenbahntechnik in einem denkmalgeschützten Umfeld. Der Betrieb verfolgte das Ziel, die Gebäude, Fahrzeuge und die dazugehörige Infrastruktur zu bewahren und öffentlich zugänglich zu machen.

Das Bahnbetriebswerk selbst wurde 1893 von den Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen in Betrieb genommen. Im Jahr 2000 übernahm ein Trägerverein das Areal für museale Zwecke. Das Museum stellte bis zu seiner Schließung im Jahr 2020 etwa 80 Exponate aus Wagen und Lokomotiven aus. Auf dem Gelände befinden sich ein Ringlokschuppen mit funktionierender Drehscheibe sowie eine große Wagenhalle; beide Bauwerke stehen unter Denkmalschutz und erlauben die Wartung von Dampf- und Diesellokomotiven. Der letzte Pächter war ein Verein.

Freiwillige des Trägervereins führten Restaurierungen an Lokomotiven und Wagen aus dem Zeitraum von circa 1895 bis in die 1950er Jahre durch und arbeiteten am erhaltenen Ringlokschuppen von 1893, einem der letzten Originalbauten aus der Zeit der Königlich Württembergischen Staatseisenbahn.

Die Sammlung umfasste Dampflokomotiven der Baureihen 01 (Preußische P 8, Nr. 38 3199), 44, 50 und 80 sowie mehrere Industriedampfloks. Die betriebsfähige P 8 (38 3199) und die 80 014 wurden 2021 an das Bayerische Eisenbahnmuseum Nördlingen verkauft. Beim SEH waren außerdem die nach dem Großbrand von 2005 beschädigten Loks 86 457 und 23 105 untergebracht; deren äußerliche Aufarbeitungen wurden bis 2011 fortgeführt. Weitere erhaltene oder teilzerlegte Vertreter reichten von Preußischer T 9.3 bis zu Tenderlokomotiven, die sukzessive wiederaufgebaut werden sollten. Auch von außen stationierte betriebsfähige Dampflokomotiven anderer Vereinigungen nutzten das Gelände zur Wartung.

Zum Bestand zählten Diesellokomotiven der Baureihen 221 und 360 sowie eine MaK-Stangendiesellok vom Typ ähnlich 265, mehrere Kleinlokomotiven (darunter zwei Köf aus 1934) und eine Elektrolokomotive der Baureihe E 63. Die Wagenammlung enthielt wertvolle preußische Reisezugwagen, die vor der Übernahme im Freien gelagert und noch zu restaurieren waren; in der Wagenhalle befand sich zudem der historische Salonwagen des letzten Kronprinzen von Preußen.

Das Museum beherbergte zudem eine Modelleisenbahnanlage in Spur 1 (Maßstab 1:32) mit regelmäßigen Fahrtagen während der Saison. Nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Stuttgart musste das Gelände bis zum 31. Januar 2025 geräumt und an die Eigentümerin herausgegeben werden.

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