Matthias Stuchtey: Zeitfenster
Matthias Stuchtey verwandelt Fundstücke wie Möbelreste, MDF- oder Spanplatten, Zigarren- und Apfelsinenkisten, aber auch IKEA-Möbel, Kautschukfolien oder Polypropylenseile in neue Gebilde. Dekonstruktion und Konstruktion prägen dabei seine prozessuale Arbeitsweise. Er zersägt und zerschneidet, fügt zusammen, zersägt und konstruiert erneut und schafft so Formen, die sich einem Rhythmus folgend zu Behausungen fügen. Die entstehenden Module haben Öffnungen, die einen Blick ins Innere freigeben, allerdings ohne dass etwas zu erkennen wäre. Über ihre architektonische Anmutung hinaus entstehen so geheimnisvolle Räume, offen für Gedankenmodelle und umfassende Metaphern von alltäglicher, ganz realer Dinglichkeit, die unsere Welt und wie wir in ihr leben hinterfragen.
Abb.: Rohbau, 2019, verschiedene Möbelreste, 40 x 40 x 15 cm | Foto: gezett

